Definition, Vorteile, Nachteile

Was ist Blockchain?

Simon Hülsbömer leitet als Senior Project Manager Research verschiedene Studienprojekte in der IDG-Marktforschung. Davor war er als Program Manager für die Geschäftsentwicklung und die Inhalte des IDG-Weiterbildungsangebots an der Schnittstelle von Business und IT verantwortlich und hat aus dieser Zeit die Zuständigkeit für das Leadership Excellence Program des CIO-Magazins behalten. Zuvor war er rund zehn Jahre lang als (leitender) Redakteur für die Computerwoche tätig und betreute alle Themen rund um IT-Sicherheit, Risiko-Management, Compliance und Datenschutz.
Bill Genovese ist CIO und CTO der Blockchain-Beratungsfirma Encrypted Labs. Darüber hinaus arbeitet er als CTO und Mitglied des Executive Board bei der Non-Profit-Organisation "Saving Promise". Er ist Autor des IDG-Expertennetzwerks in den USA.
Die Blockchain-Technologie sorgt für Gesprächsstoff über Industriegrenzen hinweg. Gerade im Finanzsektor findet sie immer häufiger statt, auch die IT-Branche entdeckt sie. IT-Verantwortliche sollten sich Blockchain etwas genauer ansehen, um ihren Nutzen zu begreifen.

Was ist eine Blockchain?

Eine Blockchain ist eine dezentrale Datenbank, die eine stetig wachsende Liste von Transaktionsdatensätzen vorhält. Die Datenbank wird chronologisch linear erweitert, vergleichbar einer Kette, der am unteren Ende ständig neue Elemente hinzugefügt werden (daher auch der Begriff "Blockchain" = "Blockkette"). Ist ein Block vollständig, wird der nächste erzeugt. Jeder Block enthält eine Prüfsumme des vorhergehenden Blocks.

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Entwickelt wurde das technische Modell der Blockchain im Rahmen der Kryptowährung Bitcoin - als webbasiertes, dezentralisiertes, öffentliches Buchhaltungssystem aller Bitcoin-Transaktionen, die jemals getätigt wurden. Die Bitcoin-Blockchain wächst stetig, da ständig neue Blöcke mit neu abgeschlossenen Bitcoin-Transaktionen hinzukommen. Jeder Computer, der an das Bitcoin-Netz angeschlossen ist, neue Bitcoins erzeugt und/oder die bisher erzeugten verwaltet, verwaltet eine 1:1-Kopie der vollständigen Blockchain, die Ende 2015 bereits rund 50 Gigabyte groß war. Noch ausführlichere technische Informationen zur Bitcoin-Blockchain gibt es bei Wikipedia.

Was ist überhaupt Bitcoin?

Bitcoin ist eine rein digitale Währung - begründet 2009 -, die auf einem dezentralen Bezahl-Netzwerk basiert und die eine Blockchain als Rückgrat benötigt. Wer im Web mit Bitcoins bezahlt, zahlt geringere Transaktionsgebühren als bei traditionellen Online-Payment-Anbietern. Ein weiterer möglicher Vorteil von Bitcoin ist, dass die Währung nicht durch eine zentrale Staatsbank oder ähnliche Einrichtung gesteuert wird. Nachteile sind die überschaubare Zahl von Akzeptanzstellen und der mittlerweile sehr hohe Aufwand, neue Bitcoins zu berechnen - entsprechend stark steigt ihr Wert.

Es existieren keine physikalischen Bitcoins, sondern nur Kontostände, die mit öffentlichen und privaten Schlüsseln verbunden sind. Diese Kontostände werden in einem öffentlichen Buchhaltungssystem abgelegt - der Blockchain -, zusammen mit allen jemals getätigten Bitcoin-Transaktionen. Die für die Verwaltung dieser massiven Datenmenge notwendige Rechenpower wird durch ein großes Netz von Computern bereitgestellt.

Was macht die Blockchain so besonders?

Die Blockchain ist die wohl größte technologische Erfindung des Bitcoin-Universums. Ohne Blockchain würde das Bitcoin-System nicht funktionieren, weil neue Bitcoins nur auf Grundlage der bisher erzeugten Bitcoins errechnet werden können und deshalb nachgehalten werden muss, was in der Vergangenheit schon passiert ist. Dennoch muss das Blockchain-Prinzip losgelöst von Bitcoin betrachtet werden. Stellen Sie sich die Blockchain als Rohrleitung vor und Bitcoin als das Wasser, das dort durchfließt. Oder Blockchain als Straße und Bitcoin als Auto. Der daraus folgende Clou: Auf der Grundlage der Blockchain-Technologie lassen sich neue Applikationen entwickeln und komplett neue Ökosysteme begründen.

Welche Vor- und Nachteile hat eine dezentrale Technologie wie Blockchain?

Die Dezentralisierung der IT im Allgemeinen und Blockchain im Speziellen bringt einige Vor- und Nachteile mit. Als Vorteile lassen sich anführen:

  • Schutz großer Datenmengen mittels Verschlüsselung und Zugriffsverwaltung;

  • Möglichkeit, große Datenmengen unternehmensübergreifend zu sammeln und analysieren;

  • einfachere Verifzierung von Datenbezugspunkten;

  • automatische Aufspüren von Schwachstellen in der Lieferkette, im Zahlungsverkehr und anderen Geschäftsprozessen;

  • Reduktion oder Vermeidung von unnötigen Kosten für die IT-Infrastrukur;

  • Reduktion der Kosten für interne und externe Finanztransaktionen, Finanzreporting und Verwaltung;

  • Schaffung eines Mechanismus zur Verbesserung des Vorstandsreportings und des regulatorischen Reportings;

  • Beschleunigung des Jahresabschlusses.

Als Nachteile sind zu nennen:

  • noch wenig individuelle Skalierbarkeit;

  • geringer Datendurchsatz;

  • Einschränkungen beim Speicherplatz;

  • schwer zu verwaltende Berechtigungen;

  • schwierige Integration mit bestehender Legacy im Unternehmen.

Wie kommt die Blockchain in der Finanzbranche schon zum Einsatz?

Schon heute ist vieles in der IT dezentralisiert - dem Internet und der Cloud sei Dank. Mit Anwendungen, die auf dem Blockchain-Prinzip basieren, kommen weiter neue Entwicklungen dazu, die dafür sorgen werden, die aufgeführten Nachteile nach und nach abzubauen. So basiert auch die Kryptowährung Ethereum auf dem Blockchain-Prinzip der dezentralen Rechenleistung und kann als eine Art Brücke zwischen Blockchain und Unternehmens-Systemen gesehen werden.

Die "skalierbare Blockchain-Datenbank" BigchainDB kann bis zu einer Millionen Schreibvorgänge pro Sekunde verwalten, Petabytes an Daten speichern und wartet trotzdem mit einer Latenzzeit von unter einer Sekunde auf - das alles dezentralisiert verwaltet und bei höchster Datenintegrität.

Blockchain-Anwendungsplattformen für die Finanzindustrie, die sich noch in der Entwicklung befinden - wie ERIS oder R3CEV - sollen die "Business-Regeln" der Blockchain-Technologie aufstellen und neue transparente, sichere und nachprüfbare Geschäftsmodelle in die IT, insbesondere der Finanzbranche, bringen. Für den CIO heißt ein solcher neuer dezentralisierter Technologiestack samt wachsendem Ökosystem, dass er seinen Aufgaben besser nachkommen kann: schnellere Fertigstellung für den Geschäftsbetrieb, eine sicherere Transaktionsabwicklung, Kostenreduzierung und engere Orientierung an regulatorischen Vorschriften.

Die Integration mit bereits bestehenden Systemen stellt noch eine Herausforderung dar, ist aber nicht unüberwindbar und lässt sich mit den durch Blockchain zu erwartenden Vorteilen sowohl für die IT als auch fürs Business sehr gut rechtfertigen.

Warum können auch andere Industrien von der Blockchain profitieren?

Die IT entwickelt zunehmend dezentrale Strukturen, weil die Anwender ihre digitalen Daten selbst im Auge behalten möchten. Durch dezentrale Systeme können Informationen in einem Netz von mehreren Rechnern gespeichert werden, die über das Internet zugänglich sind. Mit dem Internet begann die Dezentralisierung der Kommunikation und jeder Mensch erhielt mehr Verfügungsgewalt über die Informationen, die er konsumiert. Im nächsten Schritt werden neben der Kommunikation auch Rechenleistung und Speicher dezentralisiert (Cloud Computing), und mit der Blockchain kommt nun ein weiteres Element hinzu. Die Blockchain befeuert Ideen, nicht nur Kryptowährungen wie Bitcoin über dezentrale Netze zu steuern, sondern auch andere digitale Inhalte wie Kunst, Musik, Texte oder Fotos.

Erste konkrete Praxisbeispiele für den Einsatz von Blockchains in verschiedenen Industrien haben wir im Artikel "Blockchain im Einsatz" zusammengestellt.

Wie sehen die Blockchain-Angebote der großen IT-Konzerne aus?

Große IT-Konzerne springen auf den Blockchain-Zug auf und basteln derzeit an Software- und Service-Ökosystemen rund um die Technologie. So bietet IBM- sowieso schon länger in der Bitcoin-Initiative der Linux Foundation aktiv - innerhalb seiner Cloud Entwicklern die Möglichkeit, eigene Blockchains aufzusetzen. Dazu hat Big Blue auf seiner Entwicklerplattform Bluemix den der Bitcoin-Blockchain zugrundeliegenden Hyperledger-Code zur Verfügung gestellt.

Durch die gleichzeitige Integration des Container-Dienstes Docker sei es "für Entwickler nun in zwölf Sekunden möglich, eine eigene Mini-Blockchain innerhalb einer Sandbox zum Laufen zu bekommen", wie Jerry Cuomo, bei IBM für die Blockchain-Angebote zuständig, im Rahmen der Vorstellung der Services im Februar 2016 unterstrich. "Und nur eine Minute später ist dann die erste vollständige Blockchain-Applikation live."

Auch Microsoft hat den Nutzen von Blockchain erkannt und unter dem Dach von "Ethereum Blockchain as a Service" in der Azure Cloud das "Project Bletchley" gestartet. In nächster Zeit sollen verschiedene Middleware-Tools gelauncht werden, die den Business-Nutzen von Blockchain erweitern. So spricht man beispielsweise mit "Blockchain as a Service"in erster Linie Entwickler an. Als technisches Werkzeug der Lösungen dienen sogenannte "Cryptlets", mit deren Hilfe Anwender externe Daten in eine Blockchain einpflegen können, ohne ihre Sicherheit und Integrität zu zerstören.

Diese Cryptlets lassen sich in jeder beliebigen Prorammiersprache entwickeln und laufen analog zum IBM-Angebot innerhalb eines sicheren Containers. Microsoft sieht den Nutzen der Blockchain-Technologie vor allem in Security-relevanten Themen wie Identitäts-Management und Verschlüsselung und hat entsprechende Services bereits in Project Bletchley integriert.

Weitere große IT-Player wie SAP oder HPE haben die Technologie ebenfalls schon länger unter Beobachtung und evaluieren eigenen Aussagen zufolge noch die Möglichkeiten, Angebote rund um Blockchain zu entwickeln.

Diese FAQ basiert in Teilen auf einem Beitrag unserer US-Schwesterpublikation cio.com.

 

R M

Zu deiner Berechnung: 1 Transaktion in der Bitcoin Blockchain nimmt ca. 250 Byte Platz. 1 Mrd Transaktionen täglich bedeuten dann 250 x 10^9 Byte, also 250 GB täglich. Es ist von heute aus gesehen in der Tat viel, aber doch eine ganz andere Dimension als die von die angegebenen 45000 TB. Youtube beschreibt schon heute vielfaches davon täglich. 2015 waren es 400 Stunden Videos pro Minute. Das macht 57600 Stunden pro Tag. 1 Stunde Video, das sind je nach Auflösung ca. 1 GB. Das macht 57 TB täglich. Und das war vor 3 Jahren.

Zudem wer sagt, dass eine einzige Blockchain alle Banken der Welt, Visa, Mastercard, Paypal u.s.w. ersetzen wird? Es werden sich bestimmt mehrere Blochchains durchsetzen, die für spezielle Fälle geeignet sind. Auch die Banken werden nicht auf einmal weg sein. Jede Lösung hat ihre Vor- und Nachteile. Es gibt Blockchains mit Sidechains, es gibt Blockchains mit Smart Contracts. Es gibt private und öffentliche Blockchains. Die Entwicklung ist doch erst am Anfang.

Hermann Matthes

Quatsch. VISA und Mastercard verarbeiten nur die Kreditkartentransaktionen der eigenen Firma. Keine Überweisung, keine Lastschrift, kein Dauerauftrag, .... Das ist nur ein kleiner Bruchteil aller Banktransaktionen. Und vor allen Dingen: Das Bankbuchungssystem skaliert sehr gut, da beliebig viele Rechner beliebig kleine Anteile aller Transaktionen übernehmen können. Technisch gesehen ist es kein Problem, wenn die xyz-Bank in Hintertupfing sein eigenes Rechenzentum hat und damit mit 99,99999999% aller Banktransaktionen der Erde nichts zu tun hat. Mit einer Blockchain geht das nicht. Die muss alle Transaktionen der gesamten Welt behandeln. Und einen Rechnungsabschluss, der dafür sorgt, dass man alle Transaktionen der Vergangenheit komplett löschen kann und nur noch der aktuelle Kontostand interessiert, gibt es auch nicht.
Und zur Größe/Preis der Festplatten: Irgendwann schlägt die Physik zu. Für die Speicherung eines bits braucht man eben mindestens ein Elektron/Atom. Und die Anzahl der Elektronen/Atome der Erde ist begrenzt.

R M

1) Jeder kann die Blockchain hosten dafür muss man nur die Fullnodesoftware
installieren.

für Bitcoin Cash (BCH) nach "Bitcoin ABC" im Internet suchen

für Bitcoin (BTC) bach "Bitcoin core" im Internet suchen

Um zu sehen, was in der Blockchain enthalten ist, gibt es verschiedene Explorer,
nach "Blockchain explorer" suchen.

Blockchain kann nicht einfach so geändert werden, weil sie auf mehreren Rechnern
repliziert wird und wenn sie geändert wird, wird die von andern Nodes sofort als
ungültig abgewiesen. Dafür müsste man über 50% der Blockchains ändern und
diese sind überall in der Welt verteilt.

2) es gibt nicht unterschiedliche Blockchains, es gibt nur eine Blockchain pro
Währung (also BTC,BCH,ETH,LTC u.s.w), die auf mehreren Rechnern repliziert wird.
Es ist eine Datenbank die immer wächst. Speicherproblem haben aber alle. Auch
die Datenbank von google wächst immer und die von Facebook. Auch die von
Achive.org. Das Problem hat jeder der Daten verarbeitet. Machen die keinen Sinn
und sind nicht modern nur weil sie immer mehr Ressourcen fressen? Speicherproblem
wird nicht expotentiell explodieren. Warum, habe ich oben geschrieben.

Zu dem Beispiel mit dem Auto. Wenn man ein Auto mit (BTC,BCH,TLC,ETH oder was
auch immer) nur bezahlen will, muss man nur eine Wallet installieren, auf diese
Wallet genügend Mittel transferieren. Die Mittel kann man entweder von jemandem
bekommen, oder mit Euro auf einer Tauschbörse kaufen. Diese Mittel müssen dann
an den Verkäufer (seine Walletadresse) überwiesen werden. Wenn die Mittel beim
Verkäufer angekommen sind und er einige Bestätigungen abgewartet hat (er wird
es in der Wallet auf seinem Smartphone sehen) übergibt er die Autoschlüssel und
die Sache ist erledigt. genauso kann man alles verkaufen, ein Buch, eine Pizza
oder was auch immer.

Es gibt aber noch vortgeschrittenere Möglichkeiten auf der Ethereum-Kette. Diese
heißen Smart Contracts. Zudem gibt es noch private Blockchains. Es würde aber
den Rahmen sprengen um es hier alles zu erklären. Zudem möchte ich gleich
anmerken, dass Blockchain nicht die Wunderlösung für alles ist.
Höchstwahrscheinlich wird es künftig auch etliche Modifikationen und
Verbesserungen geben.

Ein generelles Problem meines Erachtens aber ist, dass die meisten Leute einfach
zu uninformiert sind.

Bitte nach "fraunhofer blockchain pdf" im Internet suchen, da findet man eine
gute Studie von FIT.

R M

Bis das Transaktionsvolumen die se Bereiche erreicht, wird es noch etwas dauern. Ich kann mich sehr gut erinnern als die Fesplatten kleiner als 100 MB groß waren und die Übetragungsraten 14 kB/s. Damals waren 4 TB und 50 MB/s auch komplett unvorstellbar.
Und wie macht es VISA oder Mastercard? Die verarbeiten auch alle Transaktionen aller Erdenbürger. Und das sogar schon heute.

Hermann Matthes

Mit Deiner Argumentation könnte man mit einer Saturn 5 Rakete zum Andromeda-Nebel fliegen. Zum Mond ging es ja auch.

Hermann Matthes

Das alles ändert nichts daran, dass dann ein Rechner, welcher eine blockchain hostet, alle Transaktionen aller Erdenbürger verarbeiten müsste. Nicht so wie heute, dass der Großrechner einer Bank nur die Transaktionen verarbeitet, an der die Bank beteiligt ist. Und ein Rechner, der täglich 45000 TB Festplatten beschreiben kann (und einen Transaktion hat wahrscheinlich ein Vielfaches der genannten 50 Byte) ist noch nicht einmal ansatzweise vorstellbar. Auch die Infrastruktur zur Kommunikation dieser gigantischen Datenmengen zwischen ein "paar tausend" Supercomputer weltweit ist nicht einmal theoretisch möglich. Alleine die Latenzen im Internet führen das Konzept ad absurdum.

R M

Natürlich kann so nicht gehen und wird so auch nicht sein. Wer sagte,
dass jeder die Blockchain speichern muss und wird? Auch jetzt macht es
kaum jemand. Fast alle nutzen SPV Wallets (=Simplified Payment
Verification). Wenn es irgendwann soweit kommen sollte, dass wirklich
diese Dimmensionen erreicht werden, werden einige Tausend
Hochleistungsrechner mit gehosteter Blochchain bleiben und diese
Aufgaben locker erledigen. Milliarden Endbenutzer nutzen die SVP
Wallets. Auch die Frage, wer die Rechner finanzieren soll, lässt sich
beantworten. Erstens natürlich die Miner und zweitens die
Softwareanbieter der Wallets sowie anderer Dienste wie Tauschbörsen oder
ähnliches. Sie werden dann von jeder Transaktion z.B. 1-Satoshi per
Byte (oder auch etwas mehr) behalten. Für den Nutzer wird es nicht ins
Gewicht fallen und die Masse der Transaktionen wird dem Wallet-Anbieter
oder Dienstanbieter ermöglichen die Server zu unterhalten und sogar
Gewinn zu machen. Cointext behält z.B. 5 US Cent für jede SMS-Transaktion. Dafür braucht man nicht einmal Internet und versendet/empfängt BCH per SMS.

R M

Natürlich kann so nicht gehen und wird so auch nicht sein. Wer sagte, dass jeder die Blockchain speichern muss und wird? Auch jetzt macht es kaum jemand. Fast alle nutzen SPV Wallets (=Simplified Payment Verification). Wenn es irgendwann soweit kommen sollte, dass wirklich diese Dimmensionen erreicht werden, werden einige Tausend Hochleistungsrechner mit gehosteter Blochchain bleiben und diese Aufgaben locker erledigen. Milliarden Endbenutzer nutzen die SVP Wallets. Auch die Frage, wer die Rechner finanzieren soll, lässt sich beantworten. Die Softwareanbieter der Wallets. Sie können von jeder Transaktion z.B. 1-Satoshi per Byte (oder auch etwas mehr) behalten. Für den Nutzer wird es nicht ins Gewicht fallen und die Masse der Transaktionen wird dem Wallet-Anbieter ermöglichen die Server zu unterhalten und sogar Gewinn zu machen.

benny

zu erstens: ist ok, wollte nur gegenhalten(;))
zu zweitens: Leider bin ich uninformiert wie der technische Hintergrund im Detail abläuft. Wäre nett wenn du mir einen Link schickst der etwas mehr in die Tiefe geht um meine Fragen z.b. wenn nur Blockchains abgefragt werden müssen für eine best. App 1) wer entscheidet auf welchen Servern diese lagern und wie ist gewährleistet das keine Organisation sich diese blockchains auf ihre Server lädt und diese in ihre Interessen abändert?
2) Braucht man dann überhaupt untersch. Blockchins für untersch. Apps? Wahrscheinlich ja was aber wiederum früher oder später zu Speicherproblemen führen dürfte denn wie du selbst sdagst"es werden täglich immer mehr".
Ganz abgesehen von dem Riesen-RessourcenFrass der stattfindet. Wie bekommt man die Energieverschwendung in den Griff.
zu drittens:wenn man nix löschen kann aus der Blockchain wie kann man dann verhindern das Blockchains irgendwann den ganzen Speicher blockieren der zur Verfügung steht? Es kann ja nicht der Sinn seineiner "neuen modernen technologie" zu gestatten immer mehr Speicher und Ressourcen zu verbrauchen und größeren Speicher zu entwickeln nur um dieser Technologie Spielraum zu bieten.

PS: Erklär mir doch mal wie eine Blockchain(APP) so funktioniert am Beispiel eines Autos das vom mir verkauft wird ohne Makler von mir an den Käufer gelierfert werden soll. Ich hab jetzt die Blockchain programmiert mit zugehöriger App die jeder der ein Auto kaufen verkaufen will runterladen kann. Gibt es eine Blockchain für alle Auto-Käufe/Verkäufe? Oder für jedes Auto?Jedes Buch eine? Wer entscheidet wo die Blockchain aufbewahrt wird(auf welchen Servern?)? Wer verhindert das jemand einen Haufen Blockchains auf seinen Servern speichert und alle ändert/löscht und damit alle anderen Blockchains vielleicht mit(wer entscheidet welche Blockchain Recht hat und welche nicht[nur die Menge der Blockchains oder was/wer]. Wie sind diese Sicherheitsprozeduren verfasst wenn eine Firma eine Blockchain schreibt (welche Kontrolle habe ich dann als Konsument, über diese blockchain). Schoick mir doch mal nen Link oder erklärs mir bitte. Gerne auch an meine Mail: berndkramerBEIweb.de.

Hermann Matthes

Welche seltsame Argumentation. Sie funktioniert, weil 99,999% aller Weltenbürger sie nicht nutzen. Würde jeder sein Bankkonto durch eine blockchain ersetzen, würde das System komplett zusammenbrechen.

Hermann Matthes

Man stelle sich 1 Mrd Beteiligte vor, also 1 Mrd Rechner, welche die komplette Blockchain speichern. Wird nun eine einzige Transaktion ausgeführt, wird sie auf allen 1 Mrd Rechnern gespeichert.

In einem Finanztransaktionssystem mit 1 Mrd Buchungen täglich (weltweit), müssten also auf 1 Mrd Rechnern jeweils 1 Mrd Blocks hinzugefügt werden. Macht also täglich einen Speicherbedarf von 10^18 Blöcken. Benötigt ein Block nur 50 Bytes brutto, würde man jeden Tag über 4500 10-TB-Festplatten komplett vollschreiben.

Die Rechnerlast wäre absolut gigantisch. Jeder der 1 Mrd Rechner müsste pro Millisekunde über 11 Transaktionen seiner blockchain hinzufügen können.

Hinzu kommt der gigantische Datentransfer und der nicht mehr bereitstellbare Energiebedarf. Sorry Leute, das kann so nicht gehen.

R M

Erstens: habe ich den Satz "Einen so grossen Bockmist habe ich selten gelesen." von Friedrich, zwar in der Tat etwas provokativ, aber nur wiederholt.

Zweitens: Es gibt über 10000 Bitcoin Blockchains und fast 2000 Bitcoin Cash Blockchains im Internet. Dazu kommen noch viele andere. Das kann man nicht als kaum bezeichnen. Und es werden täglich immer mehr. Ich hoffe du weisst, dass nicht jeder die Blockchain auf sein Gerät laden muss, um sie zu verwenden. Alle Programme die Blockchain auf dem Smartphone nutzen, laden Sie gar nicht, sondern fragen auf entfernten Servern ab.

Drittens: Wahrscheinlich hast du die Technologie der Blockchain nicht verstanden oder zu wenig darüber gelesen, aber sie muss dezentral gespeichert werden. Zentrale Blockchain ist sinnlos. In der Blockchain können ausserdem gar keine Datensätze gelöscht werden, weil dann die Prüfsummen der Blöcke sofort nicht mehr stimmen und die Chain ungültig ist.

Zu den vermeintlichen Problemen:

Skalierberkeit ist durch größere Blöcke zu erreichen.

Dadurch erhöht sich auch der Datendurchsatz.

Das Speicherplatzproblem ist aus meiner Sicht lösbar, da die Blockchain wahrscheinlich langsamer wachsen wird, als der erschwingliche verfügbare Speicher (habe ich oben schon geschrieben). (selbst, wenn die Blöcke grüßer werden sollten).

Ich weiß nicht so richtig was mit Berechtigungen gemeint ist. In der Blockchain sind mir gar keine Berechtigungen bekannt.

Zu der Ingetragtion in Unternehmen kann ich mich nicht äußern, es kann evtl. von Unternehmen abhängen.

Generell kann ich jedem empfehlen sich mit der Technologie etwas genauer auseinanderzusetzen. Sie ist sehr interessant. Wir von den meisten zwar nicht verstanden, aber im Grunde genommen gar nicht so kompliziert.

benny

Du schreibst Bockmist!!! beantworte doch einfach mal die Fragen die man hier stellt anstatt zu beleidigen! Wenn jede Blockchain neuen Speicher verbraucht/generiert und der nicht abgebaut wird ist es vollkommen logisch das das System kollabiert. Im Moment gibt es ja kaum Blockchains im Internet. Sollte sich das System durchsetzen muss man eine Lösung finden. Das heisst ein Prozedur muss Datensätze löschen und/oder teilen diese müssen (und jetzt kommts) ZENTRAL gespeichert und verwaltet werdensonst passiert wieder das Gleiche. Denk jetzt mal darüber nach bevor du wieder losschreibst/beleidigst etc.!

R M

Einen so grossen Bockmist habe ich selten gelesen. Die Blockchaintechnlologie funktioniert doch, sogar schon seit Jahren. Wenn es unter den Bedingungen nicht funktionieren könnte, würde sie wohl nicht funktionieren, oder? Die Nachteile dürfen also nicht so schwerwiegend sein.

R M

Wieso muss es kollabieren? Festplattenspeicher verzeinfacht sich doch alle 5 Jahre. Jetzt sind schon TB große Platten gar kein Problem. Vor einigen Jahren waren es nur GB-Platten. Es wird nicht langen dauern, dann reden wir über Petabyte. Mit größeren Blöcke (wie bei Bitcoin Cash) lässt sich auch die Skalierbarkeit lösen.

Hermann Matthes

Ich habe immer noch nicht verstanden, wie dieses System anständig skalieren können soll. Wenn in einer blockchain alle jemals getätigten Transaktionen (und nicht nur deren Ergebnis) gespeichert werden, wie verhindert das System dann, dass benötigter Speicher und Rechenkapazität immer weiter steigen? Wenn bei einer Kryptowährung jede Transaktion die benötigten Resourcen vergrößert, muss das System doch irgendwann zwangsweise kollabieren.

Friedrich

Einen so grossen Bockmist habe ich selten gelesen. Wie kann unter den Bedingungen eine IT überhaupt funktionieren?

Als Nachteile sind zu nennen:

noch wenig individuelle Skalierbarkeit;

geringer Datendurchsatz;

Einschränkungen beim Speicherplatz;

schwer zu verwaltende Berechtigungen;

schwierige Integration mit bestehender Legacy im Unternehmen.

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