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Blackstone und die Telekom: Wie ein Finanzinvestor Strippen zieht

21.11.2006

Blackstone dringe auf den Verkauf von Teilen der Geschäftskundensparte T-Systems. Ein Teil des Erlöses könnte als Sonderdividende an die Aktionäre ausgeschüttet werden, hieß es. Doch Obermann lässt sich - ganz auf der Linie von Ricke - von dem Finanzinvestor nicht drängen und ließ die Spekulationen umgehend dementieren. „Das Säbelrasseln wird aber nicht nachlassen“, heißt es im Umfeld von Blackstone.

Dem Bund kommt das aggressive Vorgehen des Finanzinvestors nicht ungelegen: „Mit Blackstone hat der Bund eine Speerspitze, um unliebsame Themen auf den Tisch zu bringen“, heißt es in hochrangigen Telekom-Kreisen. Dabei dreht es sich vor allem um einen weiteren Abbau von Arbeitsplätzen. Und daran führt, das weiß auch Obermann, kein Weg vorbei.

Die Regierung indes würde bei einer öffentlichen Forderung nach weiteren Einschnitten an Glaubwürdigkeit verlieren, Blackstone nicht. Profitieren würde von einem weiteren Stellenabbau nach Einschätzung von Analysten vor allem der Aktienkurs. Und ein Kursplus käme auch dem Bund zugute: Schließlich will Steinbrück im kommenden Jahr weitere Anteile an der Telekom versilbern - und dann soll die Staatskasse ordentlich klingeln. (dpa/tc)