Bischoff: "Der Mainframe lebt"

05.07.2006
Von Herrmann Gfaller
Keine Technik wurde so oft totgesagt wie der Großrechner. In Lübeck trafen sich jetzt BS2000-Kunden von Fujitsu-Siemens Computers (FSC), um über die Zukunft des Rechenzentrums zu diskutieren. Mit FSC-Chef Bernd Bischoff sprach Hermann Gfaller.

CW: Das Mainframe-Geschäft stagniert und wird Ihrer Aussage zufolge im nächsten Jahr abnehmen. Wäre Siemens-Chef Klaus Kleinfeld mit Ihren Werten zufrieden?

Hier lesen Sie …

  • wie man in schrumpfenden Märkten Gewinne erzielt;

  • welches Gerontologieproblem der Mainframe-Markt hat;

  • welche Chancen Linux und Windows im Großrechnersegment besitzen;

  • wie lange der Mainframe noch lebt.

Bernd Bischoff, Chef von Fujitsu-Siemens Computers, sieht für Mainframes noch eine lange Zukunft voraus.
Bernd Bischoff, Chef von Fujitsu-Siemens Computers, sieht für Mainframes noch eine lange Zukunft voraus.
Foto: Fujitsu Siemens

BISCHOFF: Da wir ein Gemeinschaftsunternehmen von Fujitsu und Siemens sind, denke ich, dass sich Herr Kleinfeld nicht um Details kümmert. Tatsächlich schrumpfte der Markt in Deutschland durchschnittlich um 14 Prozent im Jahr. Das ist im Mainframe-Geschäft normal, bedeutet aber nicht, dass wir hier keine Gewinne erwirtschaften.

CW: Wie macht man in einem schrumpfenden Markt Geschäft? Versuchen Sie, mit modernen Anwendungen Neukunden zu gewinnen?

BISCHOFF: Neukunden kaufen keine Mainframes.

CW: Warum nicht?

BISCHOFF: Das Know-how dafür ist bei Neukunden oft nicht vorhanden. Das wird bei Unix mittelfristig nicht anders sein. Mainframes und Unix-Systeme werden nicht verschwinden, aber Wachstum ist damit nicht mehr zu erzielen.

CW: Erlebt Unix nicht gerade dank Linux stürmischen Zuspruch?

Inhalt dieses Artikels