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Beta Systems meldet erste Restrukturierungserfolge

06.02.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach einigen Vertriebserfolgen im abgelaufenen vierten Quartal rechnet die Beta Systems Software AG für 2001 mit einem Umsatzwachstum von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr (41,2 Millionen Euro). Allerdings blieb jedoch das USA-Geschäft hinter den Erwartungen zurück. Der Berliner Anbieter von Lösungen zur Verwaltung von Massendaten will daher in seiner Bilanz 2,6 Millionen Euro als Softwareentwicklungskosten für die US-Tochter Tantia Technologies ausweisen. Außerdem sollen eine Goodwill-Abschreibung auf Tantia in Höhe von 3,3 Millionen Euro sowie weitere Wertberichtigungen auf Beteiligungs- und Finanzaktiva von zwei Millionen Euro das Jahresergebnis belasten. Der Vorsteuerverlust werde daher zwischen 7,3 und 7,8 Millionen Euro betragen. Im Geschäftsjahr 2000 hatte Beta Systems einen Netto-Fehlbetrag von 1,6 Millionen Euro verbucht

Nachdem das Unternehmen im vierten Quartal eine Reihe von neuen Lizenzverträgen abschließen konnte und bestehende Kontrakte erweitert wurden, sieht Vorstandsvorsitzender Karl-Joachim Veigel die Wirksamkeit des Mitte 2001 vorgestellten "Acht-Punkte-Programms" für den Turn-around bestätigt. Im Rahmen des auf einen Zeitraum von 18 bis 24 Monate ausgelegten Restrukturierungsplans (Computerwoche online berichtete) sollen unter anderem die Bereiche Storage- und Dokumenten-Management gezielt ausgebaut und die einzelnen Geschäftsbereiche verstärkt in Profit-Center überführt werden. Außerdem sieht das Programm vor, dass "organisatorische Anpassungen und Prozessoptimierungen schlankere Strukturen und effizientere Abläufe ermöglichen" sollen. Das endgültige Ergebnis für das Geschäftsjahr 2001 will Beta Systems am 20. März bekannt geben. (mb)