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Bertelsmann steigert Umsatz und Gewinn

13.09.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Bertelsmann AG hat ihren Umsatz im Geschäftsjahr 1999/2000 auf 32,4 Milliarden Mark gesteigert. Das sind 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen wuchs um 35 Prozent auf 3,3 Milliarden Mark, der Jahresüberschuss legte um 45 Prozent auf 1,3 Milliarden Mark zu.

Eher gemischt fielen jedoch die Ergebnisse für das Multimedia-Geschäft des Gütersloher Medienkonzerns aus. In diesem Bereich kletterte der Umsatz zwar um 88,6 Prozent auf 922 Millionen Mark, der Verlust verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahr allerdings auf 510 Millionen Mark. Insgesamt habe der Konzern 800 Millionen Mark für Internet-Investitionen ausgegeben. Dazu gehören die Expansion der Online-Tochter BOL, die inzwischen auch in Japan und Korea vertreten ist, die Akquisition des amerikanischen Internet-Musikhandels CDNow (Computerwoche.de berichtete) sowie der Ausbau des Joint Ventures bn.com mit Barnes & Noble.

Auch in Zukunft will Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff verstärkt auf das Inhalte- und E-Commerce-Geschäft setzen. Bis zum Jahr 2002/2003 sollen daher weitere sieben Milliarden Mark in das Internet-Geschäft fließen. Vom ISP-Business will sich der Konzern jedoch verabschieden. Geplant ist daher der Ausstieg aus den Beteiligungen an AOL und AOL Europe sowie die Veräußerung von Mediaways. Damit will Unternehmen über 20 Milliarden Mark einnehmen.