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Bertelsmann: Shared Service Center statt Outsourcing

10.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Gütersloher Medienkonzern Bertelsmann will seine IT-Struktur grundlegend neu organisieren. Ab dem kommenden Jahr sollen einer aktuellen Mitteilung zufolge die IT-Infrastrukturen und -Mitarbeiter der verschiedenen Tochterfirmen und Unternehemnsbereiche schrittweise in so genannten IT Shared Service Centern (ISSC) zusammengeführt werden. Dort sollen vor allem für die Regionen Nordamerika und Europa/Asien Rechenzentren konsolidiert, Desktops und WANs (Wide Area Networks) zusammengeführt und der Support vereinheitlicht werden. Ein erstes Pilotprojekt startet in Kürze in Nordamerika.

Durch die verstärkte Integration der bisher fragmentierten IT-Landschaft erhofft sich Bertelsmann nach eigenen Angaben erhebliche Effizienzsteigerungen, technischen Fortschritt und Kosteneinsparungen in Höhe von 60 bis 90 Millionen Euro jährlich. Die Leitung des von Bertelsmann-Vorstand Arnold Bahlmann initiierten Projektes "Ignition" liegt weiterhin bei CIO Ragnar Nilsson. "Bertelsmann hat sich mit diesem innovativen Organisations-Modell bewusst gegen den allgemeinen Trend des Outsourcings und für eine interne Lösung entschieden," erklärte der Chief Information Officer. Man wolle die Fachkompetenz im Konzern halten und auf die Bedürfnisse der Firmen und Bereiche ausrichten, ohne in deren operative Eigenständigkeit einzugreifen. (tc)