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Bertelsmann schreibt erstmals rote Zahlen

07.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Medienkonzern Bertelsmann weist für das abgelaufene dritte Quartal erstmals einen Nettoverlust aus. Grund für das 384 Millionen Euro hohe Minus waren in erster Linie Abschreibungen auf Firmenwerte in Höhe von 370 Millionen Euro. Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITA) erzielte das Gütersloher Unternehmen jedoch einen Gewinn von 102 Millionen Euro. Den Umsatz bezifferte Bertelsmann auf 4,16 Milliarden Euro.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2002 hat der Medienkonzern knapp 13 Milliarden Euro hohe Einnahmen eingenommen. Der Nettogewinn für diesen Zeitraum beläuft sich auf 1,23 Milliarden Euro. Bertelsmann profitierte dabei von Veräußerungsgewinnen in Höhe von 2,85 Milliarden Euro, andererseits belasten Wertberichtigungen von 1,73 Milliarden Euro das Ergebnis. Auf operativer Basis erzielte der Konzern in den Monaten Januar bis September ein Plus von 259 Millionen Euro.

Ein Vergleich zum Vorjahreszeitraum wird sowohl durch die Umstellung des Geschäftsjahres als auch der Bilanzierungsmethode von HGB (Handelsgesetzbuch) auf IAS (International Accounting Standards) erschwert. Für das vierte Quartal 2002 rechnet Bertelsmann wegen des Weihnachtsgeschäfts mit einem spürbar höheren Umsatz und Ertrag. (mb)