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Berlin: Deutschland ist bereit für den Datumswechsel

30.11.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Siegmar Mosdorf, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, eröffnete gestern die zweite Fachkonferenz "Datumswechsel 2000" in Berlin. Im Rahmen dieser Veranstaltung berichten Regierung, Banken, Versicherungen und andere Unternehmen in Deutschland, wie gut sie auf das Jahr-2000-Problem vorbereitet sind und welche Maßnahmen sie ergriffen haben. Mosdorf wies darauf hin, daß der Staat nur "Hilfe zur Selbsthilfe" leisten könne, denn die Hauptverantwortung liege bei den Anbietern und Anwendern. Die Bundesregierung habe Unternehmen und Öffentlichkeit gleichermaßen für das Jahr-2000-Problem sensibilisiert.

So seien entsprechende Informationen im Internet abrufbar oder bei der telefonischen Infoline (Tel. 0180595 2000, Gebühr 24 Pfennig je Minute) zu erfragen. Ferner existieren ein Faxabrufdienst (Fax 0190 660 900, Gebühr 89 Pfennig je Minute) und Faltblätter. In überregionalen Zeitschriften und Fachzeitschriften wurde eine entsprechende Anzeigenserie geschaltet und eine Bürgerbroschüre (9,5 Millionen Exemplare) gehe derzeit über große regionale Tageszeitungen an rund 25 Prozent der deutschen Haushalte.

Zusätzlich richtet die Regierung einen besonderen Jahr-2000-Stab ein, der in der kritischen Zeit vom 31. Dezember 1999 bis zum 3. Januar 2000 rund um die Uhr erreichbar ist. Dieser soll die internationale Entwicklung sowie die Situation in Deutschland beobachten und gegebenenfalls schnell reagieren. Zentrales Koordinierungsinstrument ist der Sachverständigenkreis des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.