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Bericht: Milliardenschäden durch Ärzte-Adware

26.11.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wenn ein deutscher Arzt heutzutage ein Rezept ausstellt, dann macht er das zumeist zeitgemäß am Computer und nicht mehr von Hand. Für die Verwaltung von Praxen gibt es zahlreiche Programme. Diese haben einem Bericht des ARD-Magazins "Panorama" von gestern Abend zufolge allerdings oft ein gravierendes Problem: 75,7 Prozent der Anwendungen werden durch Pharmafirmen gesponsert.

Dabei sind die Branchenlösungen meist so programmiert, dass Präparate des Sponspors hervorgehoben oder vorausgewählt erscheinen. Zwar können Ärzte auch andere Medikamente auswählen oder die voreingenommenen Funktionen deaktivieren, dies geschieht aber im Eifer des Gefechts oft nicht. Weswegen ein von Panorama zitierter Experte davon ausgeht, dass auf diese Weise den Krankenkassen jährlich ein Schaden von 1 bis 1,2 Milliarden Euro entsteht. (tc)