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Bericht: Auch die Telekom wird Rekordverlust melden

07.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wenn Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke am kommenden Montag die vorläufigen Zahlen seines Konzerns für 2002 verkündet, dann steht bereits fest, dass das Unternehmen einen Rekordverlust verbuchen muss. Einem Bericht des "Handelsblatts" zufolge schätzen Analysten den Jahresfehlbetrag auf 26 bis 28 Milliarden Euro. Wie bei Konkurrenten, etwa France Télécom, müsse der Bonner Carrier den Firmenwert in der Vergangenheit zu teuer eingekaufter Beteiligungen abschreiben.

Umsatz und operatives Ergebnis dürften dagegen im Plan liegen. Branchenkenner erwarten Einnahmen von 53 Milliarden Euro (plus elf Prozent gegenüber dem Vorjahr) und ein EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von 16 Milliarden Euro (sieben Prozent mehr als 2001). Beim Abbau ihrer Schuldenlast komme die Telekom besser als erwartet voran, heißt es weiter. Die Verbindlichkeiten hätten zu Ende 2002 bei rund 61 Milliarden Euro und damit niedriger als erwartet gelegen. (tc)