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Beas Lizenzumsatz liegt unter den Erwartungen

14.05.2004

Der Infrastruktur-Softwareanbieter Bea Systems hat zwar im ersten Fiskalquartal 3,6 Prozent mehr verdient als im Vorjahreszeitraum, aber die Lizenzeinnahmen sanken und lagen unter der firmeneigenen Prognose. Der Nettogewinn für den am 30. April abgeschlossenen Berichtszeitraum betrug 25,3 Millionen Dollar oder sechs Cent pro Aktie im Vergleich zu 24,5 Millionen Dollar oder gleichfalls sechs Cent je Anteilschein vor Jahresfrist. Den Quartalsumsatz steigerte Bea im Jahresvergleich von 237,3 Millionen Dollar um elf Prozent auf 262,2 Millionen Dollar.

Dabei gingen die Lizenzeinnahmen um 1,2 Prozent auf 120,2 Millionen Dollar zurück. Bea selbst hatte zuletzt Softwareerlöse von 127 bis 135 Millionen Dollar in Aussicht gestellt. Firmenchef Alfred Chuang begründete dies vor allem mit schwacher Nachfrage auf dem heimischen US-Markt. Dort sei der Vertrieb umgebaut worden, das neue "Weblogic"-Release 8.1 komme nur langsam in Schwung, und es gebe einen Trend zu größeren Abschlüssen, die schwerer zu prognostizieren seien.

Aufgrund der schwachen Zahlen hat Bea einige Veränderungen im Management vorgenommen. Der für Nordamerika zuständige Vertriebschef wurde abgelöst durch den weltweit verantwortlichen Charlie Ill. Außerdem kümmert sich nun der Executive President of Products Olivier Helleboid um langfristige Strategie und Planung. In die Produktbresche springt derweil Vice President und Marketing-Chef Tod Nielson. Helleboid soll laut Chuang "Beas Marktposition drastisch und schnell mit Produkten und durch den Channel ausbauen".

Aktuellen Zahlen von sowohl Gartner als auch IDC zufolge (Computerwoche.de berichtete) gerät der einstige Marktführer Bea seit einiger Zeit zunehmend ins Hintertreffen gegenüber der IBM. (tc)