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BEA will Application- und Transaktions-Server vereinen

27.02.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Als erster Hersteller am Markt will Bea Systems seinen Application Server "Weblogic" mit dem hauseigenen Transaktions-Server "Tuxedo" kombinieren. Mit diesem auf der Anwenderkonferenz eWorld 2001 angekündigten Schritt versucht das Unternehmen offenbar, die wachsende Konkurrenz bei J2EE-Application-Servern abzuhängen. Für das resultierende Produkt "Weblogic Enterprise 6.0" musste Tuxedo in einigen Punkten modifiziert werden. Abfragen aus dem Transaktionsmonitor sind nun direkt in Weblogic möglich, zuvor funktionierte nur die umgekehrte Variante. Außerdem wurden Unterstützung für C++ und Corba (Common Object Request Broker Architecture) - zuvor nur separat erhältlich - direkt in Tuxedo integriert. Analysten halten Beas Ansatz für durchaus sinnvoll. "Anwender können damit Daten in zwei Datenbanken gleichzeitig updaten, was schneller ist", meint etwa Randy Heffner von der Giga

Information Group. Tuxedo 8 und Weblogic Enterprise 6 sollen im kommenden Juli auf den Markt kommen.

Außerdem kündigte Bea an, man wolle eine Reihe wichtiger Internet-Standards verstärkt unterstützen. Namentlich wurden Soap (Simple Object Access Protocol), WSDL (Web Services Description Language), UDDI (Universal Description, Discovery and Integration), das Business Transaction Protocol (BTP) und der XML-Ableger ebXML (Electronic Business Extensible Markup Language) genannt.