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Bea warnt und entlässt bis zu zehn Prozent

02.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Bea Systems, aktuellen Marktstudien zufolge weltweiter Marktführer bei Application Servern, kann insbesondere nach den Terroranschlägen vom 11. September nicht länger das aus der Vergangenheit gewohnte Wachstum erzielen. Bis Ende des Jahres will das Unternehmen seine Belegschaft um neun bis zehn Prozent (264 bis 297 Mitarbeiter) reduzieren. Außerdem veröffentlichte Bea eine Gewinn- und Umsatzwarnung für sein drittes und viertes Quartal. Der operative Gewinn im am 31. Oktober abgeschlossenen Dreimonatszeitraum werde fünf bis sechs Cent pro Aktie betragen - die Analysten hatten laut First Call/Thomson bislang acht Cent je Anteilschein erwartet.

Auch die Einnahmen werden mit 217 bis 221 Millionen Dollar - davon 125 bis 127 Millionen Lizenzumsatz - deutlich unter den Erwartungen (253,5 Millionen Dollar) liegen. Hinzu kommt noch eine Goodwill-Abschreibung von 110 Millionen Dollar für Übernahmen und Beteiligungen. Auch für das laufende vierte Quartal geht Bea auf Basis von 220 bis 230 Millionen Dollar Umsatz nur von sechs bis sieben Cent Profit pro Aktie aus; die Analysten hatten hier auf neun Cent je Anteilschein getippt. Bea steht zunehmend unter Konkurrenzdruck durch IBM und dessen "Websphere"-Produktlinie. CEO (Chief Executive Officer) Alfred Chuang erklärte diesbezüglich, bei den großen Abschlüssen im dritten Quartal habe man "IBM nicht als hinderlich wahrgenommen". Das Geschäft in Europa sei stabil gewesen, das in Asien sogar gewachsen. Deswegen sehe sich das Unternehmen mittelfristig weiterhin gut aufgestellt, so Chuang weiter.