Hersteller will Position gegenüber IBM verbessern

Bea sichert Weblogic ab

17.10.2003
MÜNCHEN (CW) - Bea Systems hat ein Sicherheits-Framework für seinen Applikations-Server Weblogic vorgestellt, das Single-Sign-on sowie den rollenbasierenden Anwendungszugriff in heterogenen IT-Umgebungen zur Verfügung stellt. Damit will der Hersteller zu Konkurrenten wie IBM und Sun aufschließen.

Während Sun und IBM ihre J2EE-basierenden Infrastrukturlösungen nebst Sicherheitsfunktionen vermarkten, hat sich Bea bisher auf Partnerfirmen wie Netegrity und Oblix verlassen. Das soll mit "Weblogic Enterprise Security" (WLES) anders werden. Statt verschiedene Sicherheitsverfahren der einzelnen Applikationen zu verwalten, soll WLES Anwendern gestatten, eine zentrale Security-Infrastruktur für alle an Weblogic-Systeme angekoppelten Programme einzuziehen. Laut Hersteller wird das System dabei auch Anwendungen unterstützen, die auf den konkurrierenden Plattformen "Microsoft .NET" und "Websphere" von IBM laufen.

Nach Ansicht von Bea steht die angekündigte Sicherheitstechnik nicht im Konflikt mit den bestehenden Partnerschaften zu Spezialisten wie Netegrity. Vielmehr hätten diese Firmen nun besser als bisher die Möglichkeit, ihre Produkte in Weblogic einzubinden und weiterhin als Partner des Herstellers zu agieren.

Im Februar hatte Bea die kalifornische Firma Crosslogix übernommen, die Software für Benutzerautorisierung entwickelt. Diese Technik fließt in WLES ein. Wann die Sicherheitserweiterung für Weblogic auf den Markt kommt, vermochte der Hersteller nicht zu sagen. (fn)