Web

 

Bea arbeitet an Verbesserungen für Tuxedo

27.05.2004

Mit dem kommenden "Taurus"-Release soll Beas Transaktionsmonitor "Tuxedo" verbesserte Web-Services-Unterstützung, engere Integration mit dem hauseigenen Application Server "Weblogic" sowie höhere Sicherheit erhalten. Nach Angaben des verantwortlichen Director of Engineering Rich Lee soll die nächste Tuxedo-Version überdies schneller werden und besser skalieren. Anwender müssen darauf allerdings noch ein Weilchen warten - das Kernel-Release von Taurus ist für Sommer 2005 geplant.

In puncto Web-Services will Bea XML-Schema-Beispiele bereitstellen und Transformationen von XML zu FML (Field Manpulation Language) unterstützen. Tuxedo bekommt außerdem ein Repository für Service-Metadaten, um daraus WSDL (Web Services Description Language) zu erzeugen. Was die Sicherheit angeht, sind ein standardmäßiges PKI-Plug-in und Kerberos-Authentifizierung geplant. Lee zufolge wird das Plug-in Cert-C für die Behandlung digitaler Zertifikate unterstützen.

Die Integration mit Weblogic will Bea durch Unterstützung von MBSTRING im Weblogic Tuxedo Connector (WTC) verbessern, der dann Globalisierung und Umwandlung von Multibyte-Code ermöglicht. Weiterhin geplant sind bessere Cobol-Unterstützung zur Migration umfänglicher Cobol-Anwendungen und Support für XATMI-Datentypen (X/Open Application Transaction Manager Interface). Die Performance soll nach Aussagen von Lee unter anderem durch Multithreading im Domain Gateway von Tuxeo zulegen, das das Message-Passing zwischen dem Transaktionsmonitor und Topend-Applikationen übernimmt.

Im Bereich Infrastruktur plant Bea unter anderem eine feinere Kontrolle über Service-Level-Timeouts, erwogen wird auch CORBA-Failover (Common Object Request Broker Architecture) für IIOP-Clients (Internet Inter-ORB Protocol). Client-seitig soll es einen C#-.NET-Client geben. Kernplattformen für Taurus sind unter anderem Sparc-Solaris, HP-UX, AIX und Windows. Drei bis sechs Monate nach Erscheinen sollen auch die 64-Bit-Varianten von Solaris, HP-UX und Windows unterstützt werden. Eventuell wird die Unterstützung auch auf Red Hat Linux ausgeweitet. (tc)