Expertenbericht

Bayern droht den Startup-Anschluss zu verpassen

09.12.2013
Von 
Thomas Cloer war Redakteur der Computerwoche.
Ein Expertenbericht für die bayerische Staatsregierung kommt zu dem Schluss, dass Bayern im Rennen um zukunftsweisende Unternehmen den Kürzeren zu ziehen droht.

Das berichtet der Nachrichtensender B5 aktuell des Bayerischen Rundfunks (BR). Demnach kommt das 31-köpfige Expertengremium zu dem Schluss, Bayern fördere Startup-Unternehmen zu wenig. "Wenn man sich vergleicht mit den Gründungsregionen der Welt, sind wir in den letzten acht Jahren kräftig zurückgefallen", erklärte Herbert Henzler, Ex-Deutschlandchef von McKinsey und bis 2011 Vorsitzender des Zukunftsrats der Bayerischen Staatsregierung, gegenüber dem BR.

Wirtschaftsministerin Ilse Aigner wird der Bericht "Star-Up Bayern" heute Mittag offiziell übergeben.
Wirtschaftsministerin Ilse Aigner wird der Bericht "Star-Up Bayern" heute Mittag offiziell übergeben.
Foto: BMELV / M. Leis

Bayern verliere nach Aussage der Experten nicht nur im internationalen, sondern auch im nationalen Vergleich, heißt es weiter. Vor allem im IT- Bereich stehe jetzt Berlin als Standort an erster Stelle. Die Bundeshauptstadt, so Henzler, habe bei den informationstechnischen Unternehmensgründern einen Vorsprung errungen und profitiere nun davon, dass auch deutlich mehr Risikokapital zur Verfügung stehe.

Henzler fordere darum die Staatsregierung auf, mehr Förderkapital bereitzustellen und die Aktivitäten zu intensivieren. In einem Maßnahmenkatalog werden Zentren für unternehmerisches Handeln an allen bayerischen Universitäten vorgeschlagen. Außerdem sollen die Lehrer an den Schulen ein positives Unternehmerbild vermitteln. Der Bericht "Start-Up Bayern" wird heute Mittag an Wirtschaftsministerin Ilse Aigner übergeben.