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Ballmer an Wall Street: Vista-Umsätze realistisch einschätzen

16.02.2007
Bei einem Meeting mit Finanzanalysten hat Microsoft-Chef Steve Ballmer vor überzogenen Umsatzerwartungen für das neue Windows Vista gewarnt.

Diverse Verkaufsprognosen für das neue Betriebssystem seien "übermäßig aggressiv", so Ballmer. Das Vista-Wachstum werde vor allem aus den Consumer- und Schwellenmärkten kommen, wo die Einnahmen geringer seien. Außerdem müsse man die schiere Größe des Windows-Geschäfts betrachten, wenn man Zuwächse ansetze. "Ich bin begeistert, wie enthusiastisch jeder über Vista ist", sagte der Microsoft-CEO. Aber die Analysten seien "ein wenig überoptimistisch" hinsichtlich der Auswirkungen von Vista auf Microsofts Geschäft im Fiskaljahr 2008 (Beginn: 1. Juli 2007).

Bei den operativen Kosten für das FY 2008 soll es keine so starke Aufstockung mehr gegen wie die 2,7 Milliarden Dollar für 2007. Microsofts operative Kosten im Geschäftsjahr 2007 sollen bei 21,8 Milliarden Dollar liegen. Vor rund einem Jahr hatte der Konzern angekündigt, deutlich mehr als erwartet für sein Online-Geschäft und andere Bereiche ausgeben zu wollen.

Ballmer wies diesbezüglich Kritik zurück, Microsofts Internet-Suche hinke hinter der von Google her, das den Redmondern weiter Marktanteile abnimmt. "Wir haben noch eine Menge mehr zu tun, sowohl bei Forschung und Entwicklung als auch bei Vertrieb und Marketing", räumte der Konzernchef den Analysten gegenüber ein. "Ich würde aber an Ihrer Stelle nicht frustriert sein, sondern begeistert angesichts des Verbesserungspotenzials." (tc)