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Baan-Aktie fällt nach erneutem Quartalsverlust

20.04.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der angeschlagene niederländische ERP-Anbieter (Enterprise Resource Planning) Baan hat heute für das erste Quartal seines laufenden Geschäftsjahres einen Nettoverlust von 26 Millionen Dollar oder elf Cent pro Anteilschein ausgewiesen - und dies trotz außergewöhnlicher Einnahmen von 51 Millionen Dollar aus dem Verkauf von Coda und Anteilen an Meta4. Die Analysten hatten ein Minus von 25 Millionen Dollar erwartet - allerdings ohne Berücksichtigung dieser Verkaufserlöse. Ein Jahr zuvor hatte der Fehlbetrag 19 Millionen Dollar oder neun Cent je Anteilschein betragen. Der Umsatz von Baan sackte auf 106 Millionen Dollar (Vorjahresquartal: 176 Millionen Dollar), die Lizenzeinnahmen gingen von 65 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum auf nur noch 27 Millionen Dollar zurück. Die Börse reagierte enttäuscht auf das Ergebnis, die Baan-Aktie fiel im frühbörslichen Handel auf

ein Monatstief von 4,30 Euro. "Wir haben das Quartal gleich mit einem Haufen Schwierigkeiten begonnen, darunter die Abgänge von Geschäftsführerin Mary Coleman und Financhef James Mooney Anfang Januar - ganz sicher kein gewöhnliches Quartal für Baan", wand sich Interims-Chef Pierre Everaert. Das abgeschlossene Quartal ist das siebte in Folge, in dem Baan rote Zahlen schreibt.