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Azul bringt seine erste Hardware auf den Markt

18.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Seit heute kann man die ersten "Compute Appliances" von Azul Systems bestellen, der vom früheren Cobalt-Systems-Chef Stephen DeWitt gegründeten Start-up mit Sitz im kalifornischen Mountain View. Es handelt sich dabei um spezialisierte Server für den Betrieb von Virtual-Machine-basierenden Anwendungen, vor allem Java und .NET.

Diese arbeiten dem speziell entwickelten Prozessor "Vega" mit 24 Cores, 64 Bit und SMP-Fähigkeiten (Symmetrical Multiprocessing). Dieser unterstützt laut Hersteller objektorientierte Applikationen, ununterbrochene Garbage Collection, 96 Gigabyte Heap sowie Optimistic Thread Concurrency. Drei Konfigurationen mit 96, 192 sowie 384 Prozessorkernen sind standardmäßig zu haben; eine 96-Wege-Maschine mit 32 GB Hauptspeicher kostet in den USA ab 89.000 Dollar.

Das voll ausgebaute "Compute Appliance 3840" mit 384 kohärenten Cores und 256 GB Arbeitsspeicher belegt im Rack elf Höheneinheiten und hat laut Hersteller eine Leistungsaufnahme von 2,7 Kilowatt. Die 192-Core-Maschine "Compute Appliance 1920" ist gleichfalls elf Einheiten hoch, das Entwicklungs- und Testsystem "960" begnügt sich mit fünf Höheneinheiten und zieht 850 Watt Strom.

Das von DeWitt als "Network Attached Processing" bezeichnete Konzept können interessierte Anwender im Rahmen eines Evaluierungsprogramms zunächst kostenlos ausprobieren. Ergänzend bietet der Hersteller auch seine Management-Software "Compute Pool Manager" für die zentralisierte Steuerung von Anwendungs-Ressourcen an. Die Compute Appliances unterstützen laut Azul führende Application Server wie IBM Websphere, Bea Weblogic sowie JBoss. In Nordamerika übernimmt IBM Global Services den Support für die Maschinen (Computerwoche.de berichtete). (tc)