Auswahl-Ei des Kolumbus anstelle der Quadratur des Software-Cycles

20.02.1981

ESCHBORN (je) - Wer über die entsprechenden Werkzeuge verfügt und die "Auswahl-Methode konsequent anwendet, kommt einigen Software-Traumzielen sehr nahe". Diese Ansicht vertritt Heinz Mann von Honeywell Bull und nennt als solche Ziele

þsich um Codierung und Test nicht mehr kümmern zu müssen,

þsich stattdessen fast ausschließlich mit Spezifikation und Design beschäftigen zu können,

þKompatibilität zwischen verschiedenen Systemen zu schaffen und das Rad nicht immer neu erfinden zu müssen,

þeine problemlose Pflege und Erweiterbarkeit von Systemen (auch durch "Fremdpersonal") zu erreichen.

Mann, der die Auswahl-Methode nach eigenen Angaben in den letzten Jahren entwickelt, erprobt und dabei die besten Ergebnisse erzielt hat, behauptet, sie sei nach seiner Erfahrung wie auch Überzeugung auf jede Problemstellung anwendbar.

Er unterstreicht, sie sei Programmiersprachen-unabhängig, baue auf bekannten Vorgehensweisen und Hilfsmitteln auf und bringe regelmäßig Software hervor, die in jeder Phase der Entwicklung oder Wartung einfach und damit kostengünstig zu handhaben sei. Mann sieht alle Voraussetzungen gegeben, um die Auswahl-Methode auf breiter Basis einzuführen. Im nebenstehenden Beitrag beschäftigt Mann sich mit den Grundlagen seiner Softwarephilosophie .