Ausbildung mit Praxis für DV-Kaufmann

12.10.1984

FRANKFURT/MAIN (lo) - An einem neuen Modell bildet die Hoechst AG in Frankfurt am Main 30 Datenverarbeitungskaufleute aus. Erprobt wird dabei auch der Wechsel von Berufs- zur unternehmensinternen Fachschule.

Grundlage dieser "DV-Lehrzeit" stellt die Ausbildungsverordnung für den DV-Kaufmann vom 9. Juli 1969 sowie die Zusammenarbeit des Unternehmens mit der Industrie- und Handelskammer dar. Die Schulung der Kaufleute neuen Stils erfolgt in zwei Ausbildungsschritten.

In den ersten 18 Monaten stehen Einkauf, Verkauf, Versand, Produktionswirtschaft, Personalwesen sowie Finanz- und Rechnungswesen auf dem Lehrplan. Die Ausbildungsphasen teilen sich in einen betrieblichen und schulischen Teil.

In den folgenden zwölf Monaten schließt die betriebliche Ausbildung in der EDV-Zentrale des Unternehmens an. Die angehenden Praktiker wechseln die Berufsschule und besuchen Fachklassen für DV-Kaufleute. Der Berufsschulwechsel - mit Genehmigung des Hessischen Kultusministeriums - ist notwendig, um entsprechend ausgebildetes Lehrpersonal und EDV-Ausrüstung zur Verfügung zu haben, kommentiert Ulrich Gruber, Leiter der Aus- und Weiterbildung der Hoechst AG.