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Auch Worldcom will sich aufteilen

27.10.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Carrier Worldcom will offenbar in die Fußstapfen von AT&T treten und ebenfalls eine Aufteilung seines Geschäfts vornehmen. Worldcom-Chef Bernie Ebbers deutete am gestrigen Donnerstag an, er wolle den Geschäftsbereich Fernverbindungen für Endverbraucher vom Rest des Unternehmens trennen. Zeitungsberichten zufolge soll ein so genannter Tracking Stock für die separate Division eingeführt werden, mit dem sich die Leistung dieser Sparte ähnlich wie die einer börsennotierten Firma messen lässt, ohne dass Gesellschaftsanteile verkauft werden. Einen detaillierten Plan will der TK-Konzern am 1. November auf seiner Anlegerkonferenz bekannt geben. Es handelt sich hier um die zweite Restrukturierungsankündigung eines TK-Anbieters in dieser Woche. Am vergangenen Mittwoch hatte AT&T einen Plan zur Vierteilung seines Geschäfts vorgestellt (Computerwoche online berichtete).

Durch die Neuordnung des Unternehmens in zwei Teile will Worldcom seinen schwächeren Geschäftszweigen auf die Sprünge helfen. Dazu gehört vor allem die Consumer- und Wholesale-Services, die im dritten Geschäftsquartal einen Umsatzrückgang von drei Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar verbuchten. Insgesamt erwirtschaftete der US-Carrier Einnahmen von 10,05 Milliarden Dollar und damit zwölf Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Das Nettoergebnis hingegen sank um zwölf Prozent auf 967 Millionen Dollar. Ohne Berücksichtigung außergewöhnlicher Belastungen belief sich der Profit auf 1,37 Milliarden Dollar, was einer Steigerung von 26 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum entspricht.