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Auch Microsoft steigt in den Markt für Kleinanzeigen ein

21.03.2006
Nach dem Erfolg von Craigslist wollen auch die großen Web-Unternehmen mit Kleinanzeigen verdienen.

Private Kleinanzeigen, die klassische Domäne von Tageszeitungen und Regionalblättern, verlagern sich zunehmend in das Web. Als Pionier in diesem Segment gilt Craigslist, das als Lokalanzeiger in San Francisco begann und mittlerweile auch nach Europa expandiert.

Nachdem zuletzt Google mit "Google Base" in diesen Markt drängte (siehe: "Google weitet seinen Bezahldienst aus"), möchte auch Microsoft nicht zurückstehen. Unter der Bezeichnung "Expo" ergänzt der Desktop-Monopolist seinen Online-Service "Windows Live" um eine entsprechende Funktion. Als besonders Merkmal seines Angebots sieht Microsoft die Integration von Anzeigen mit seinem Landkartendienst. So kann etwa der Wohnort des Verkäufers oder die Lage einer Immobilie sofort nachgeschlagen werden. Diverse Experimente zeigen indes, dass sich Craigslist relativ leicht mit Google Maps kombinieren lässt, um einen derartigen Service zu bieten.

Als Alleinstellungsmerkmal betrachtet Microsoft zudem die Möglichkeit, nur jene Annoncen von jenen Verkäufern anzuzeigen, die der Besucher in die Buddy List seines MSN Messenger aufgenommen hat. Innerhalb der Instant-Messaging-Software zeigt ein blinkendes Icon an, dass die betreffende Person kürzlich eine Anzeige aufgegeben hat. Bis dato ist Expo nur für die USA verfügbar. (ws)