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Auch Broadcom hat ein Optionsproblem

14.07.2006
Der US-Chiphersteller Broadcom muss wohl die Bilanzen für fünf Geschäftsjahre revidieren und Sonderkosten von 750 Millionen Dollar für Aktienoptionen abschreiben.

Diese sollen vermutlich ausschließlich für die Fiskaljahre 2000 bis 2003 verbucht werden. Es gebe keinerlei Unregelmäßigkeiten mit Zuteilungen an Firmengründer oder Mitglieder des Verwaltungsrats, erklärte Broadcom. Der Audit-Ausschuss habe eine Bilanzrevision für die Geschäftsjahre 2000 bis 2005 sowie für das erste Quartal 2006 empfohlen.

Grund des Ganzen ist vor allem eine breite Optionsvergabe an praktisch die komplette Belegschaft, bei der 8,5 Millionen Anteile vergeben wurden. Zugeteilt an die inviduellen Empfänger wurden die Stock Options aber erst irgenwann im Sommer, in dem es "einen raschen, außergewöhnlichen Kursanstieg" über den Preis vom 26. Mai gab. Ähnlichere, kleinere Vorfälle habe es zwischen 2000 und 2002 noch mehrfach gegeben.

Broadcom ist nur eine von vielen Hightech-Firmen, bei denen Unregelmäßigkeiten bei der Datierung von Aktienoptionen aufgedeckt wurden und werden. Es war offenbar früher an der Tagesordnung, dass die Zuteilung von Stock Options so gelegt wurde, dass Mitarbeiter den größten Gewinn daraus ziehen konnten. (tc)