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Atos Origin leidet unter dem starken Euro

19.01.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der französische IT-Dienstleister Atos Origin verbuchte im vergangenen Jahr trotz der Übernahme von KPMGs Beratungssparten in Großbritannien und den Niederlanden einen kleinen Umsatzrückgang. Wie das Unternehmen bekannt gab, sanken die Einnahmen im Jahresvergleich um 0,4 Prozent auf 3,03 Milliarden Euro. Bei stabilen Wechselkursen wären die Erlöse jedoch um 1,7 Prozent gestiegen. Atos Origin profitierte dabei von dem im August 2002 entstandenen Geschäftsbereich Atos KPMG Consulting (AKC), der erstmals über das Gesamtjahr konsolidiert wurde. AKC gelang es jedoch nicht vollständig, die rückläufigen Einnahmen im Bereich Systemintegration aufzufangen. Nach eigenen Angaben litt Atos Origin 2003 in den beiden Segmenten unter dem anhaltenden Preisdruck, wenngleich dieser in der zweiten Jahreshälfte etwas zurückging. Im Bereich Managed Services blieben die Einnahmen

gegenüber dem Vorjahr stabil; die Umsatzausfälle aus dem Verkauf von Dokumenten-Management-Sparte an Experian zum 1. September nicht miteingerechnet.

Insgesamt habe man beim Gesamtumsatz die eigenen Erwartungen leicht übertroffen, die operative Marge habe mit 8,2 Prozent im Plan gelegen, teilte das Unternehmen mit. Besser als erwartet kam Atos Origin auch beim Schuldenabbau voran: So gelang es dem IT-Dienstleister, die Nettoverbindlichkeiten von 440 Millionen Euro zu Jahresbeginn auf rund 270 Millionen Euro zu reduzieren. Geplant war lediglich ein Rückgang des Schuldenbergs auf 350 Millionen Euro.

Bei den genannten Zahlen handelt es sich um ungeprüfte Ergebnisse, die Atos Origin auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 22. Januar vorstellen wird. Der IT-Dienstleister will sich auf der Veranstaltung von den Aktionären die Übernahme des Kerngeschäfts IT-Services von Schlumberger Sema absegnen lassen (Computerwoche online berichtete). Die endgültigen Resultate für 2003 gibt das Unternehmen voraussichtlich am 10. März bekannt. (mb)