Einige DV-Hersteller sehen sich durch das Bündnis benachteiligt:

AT&T-Sun-Pakt beunruhigt Unix-Anbieter

22.01.1988

NEW YORK (vwd)- Unter den amerikanischen Computerherstellern wächst die Besorgnis, daß ihnen die geplante Beteiligung der American Telephone & Telegraph Co. an dem bei Workstations führenden Hersteller Sun Microsystems Inc. erhebliche Nachteile bringen könnte.

AT&T hatte angekündigt, mit Sun zusammenzuarbeiten, um das von AT&T entwickelte Standard-Betriebssystem Unix weiter zu verbessern. Mehr als ein Dutzend der US-Computerhersteller, die zunehmend Unix verwenden, befürchten, daß Sun sich an die Spitze der Unix-Entwickler setzen und mit neuen Produkten einen Vorsprung herausholen konnte. Sun ist bereits schon heute einer der am schnellsten wachsenden Anbieter am Unix-Markt.

Beunruhigt äußerten sich vor allem die unmittelbaren Konkurrenten von Sun, wie Apollo Computer. Aber auch Hewlett-Packard und Digital Equipment (DEC) zeigten sich besorgt. In einem Brief an AT&T sollen führende Manager einiger Unternehmen, die betroffen sind, um ein Treffen mit Vittorio Cassoni, Leiter des Computerbereichs bei AT&T, gebeten haben. Darin wird dem Vernehmen nach eine Mitarbeit bei der weiteren Entwicklung von Unix vorgeschlagen.