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AT&T nimmt Vierteilung vor

26.10.2000
Der US-amerikanische TK-Riese AT&T will sein Geschäft in vier börsennotierte Unternehmen spalten, um seinem dümpelnden Aktienkurs auf die Sprünge zu helfen.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Was bereits breit in der Presse spekuliert wurde, hat AT&T am gestrigen Mittwoch bestätigt: Der TK-Riese will sich in vier börsennotierte Firmen gliedern, um seine desolate Finanz- und Börsensituation zu beheben. "Es handelt sich hier um das wahrscheinlich am schlechtesten gehütete Geheimnis in der Unternehmensgeschichte der USA," leitete AT&T-Chef Michael Armstrong seine Stellungnahme scherzhaft ein.

Im Rahmen des Umstrukturierungsplans mit dem Codenamen "Project Grand Slam" soll AT&T Business unter der Leitung von Armstrong in der Muttergesellschaft verbleiben, die weiterhin unter dem Börsensymbol "T" gehandelt wird. Die Consumer-Division gehört weiterhin zu dieser Gruppe, wird jedoch einen eigenen Chief Executive Officer (CEO) und im dritten Quartal 2001 einen eigenen Tracking Stock erhalten. Mit dieser speziellen Börsennotierung lässt sich die Leistung des Unternehmens messen, ohne dass dabei das Gesellschaftsvermögen veräußert wird. Die Einheiten AT&T Wireless und das Kabel-Geschäft AT&T Broadband sollen ausgelagert und an die Börse gebracht werden. Für letztere Unternehmen hat AT&T noch keine CEOs benannt.