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Aston Group zieht Microsoft Business Solutions SAP vor

21.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der dänische Systemintegrator Aston Group hat sich von seinem SAP-Bereich getrennt und will sich künftig ganz auf das Kerngeschäft Microsoft Business Solutions (MBS) konzentrieren. Der IT-Dienstleister hofft, an dem vermeintlichen Siegeszug der neuen Microsoft-Produkte teilzuhaben und insbesondere in Großbritannien und hierzulande zu wachsen.

Die Redmonder taxieren die Einnahmen aus der MBS-Sparte auf 500 Millionen Dollar im Jahr 2002. Für das Jahr 2010 rechnen sie mit insgesamt zehn Milliarden Dollar Umsatz. Bei einem geschätzten Verhältnis von 1:3 zwischen Lizenz- und Serviceausgaben glaubt Aston, bereits im kommenden Jahr ein Marktpotenzial von vier Milliarden Dollar zu erkennen, das bis 2010 auf 40 Milliarden Dollar anwächst. Um mit dem Wachstum Schritt zu halten, will Aston daher nach eigenen Angaben vor allen in Deutschland kurz- und mittelfristig weitere Navision- und Axapta-Partner übernehmen. Außerdem planen die Aston Group Deutschland, die itc GmbH und die Röth-Datensysteme Wuppertal GmbH, als Reaktion auf die gestiegene Nachfrage nach der Mittelstandssoftware gemeinsam eine Firma für Axapta-Lösungen zu gründen.

Dagegen verblasst offenbar der Jahresumsatz von knapp 16 Millionen Euro, den die SAP-Sparte Aston R5 mit 110 Mitarbeitern in Dänemark, Norwegen und Finnland im laufenden Jahr erzielen will. Sie wurde nun mit Wirkung zum 1. November an Maersk Data verkauft, Konditionen der Transaktion sind nicht bekannt. Außerdem unterzeichnete das Unternehmen eine Absichtserklärung, den Bereich Management Consulting zu verkaufen. Aston rechnet, den Verkauf der Sparte mit 65 Mitarbeitern und voraussichtlich über acht Millionen Euro Umsatz 2002 in Kürze abzuschließen.

Die Dänen erwarten mit den verbleibenden 650 Mitarbeitern in diesem Jahr einen Gesamtumsatz von 86 Millionen Euro zu erzielen. (mb)