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Arm Holdings enttäuscht trotz Umsatzplus

18.10.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der britische Halbleiterhersteller Arm Holdings konnte im dritten Quartal 2005 Pro-forma-Gewinn und Umsatz im Vorjahresvergleich deutlich steigern, enttäuschte jedoch mit seiner Prognose für das Gesamtjahr. Das Unternehmen warnte davor, dass der Umsatzanstieg im Gesamtjahr auf Dollar-Basis lediglich 15 Prozent betragen werde, was am unteren Rand der bisherigen Schätzung von 15 bis 20 Prozent liege. Die vorsichtigere Prognose begründete Arm mit den unerwartet schwachen Lizenzeinnahmen im Berichtsquartal.

Die Kunden von Arm, vorwiegend Hersteller von Handys, Digitalkameras und anderer Elektronikgeräte, zahlen im Vorfeld Lizenzgebühren für die Nutzung eines Chip-Designs, beim Verkauf der Endprodukte fällt später zusätzlich eine Tantieme an. Aus Sicht von Analysten sind geringe Lizenzeinnahmen daher häufig ein Hinweis auf niedrige Tantiemen in den kommenden Quartalen.

Insgesamt stiegen die Erlöse im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent auf 56,7 Millionen Pfund (101 Millionen Dollar), lagen damit jedoch deutlich unter der mittleren Erwartung der Analysten. Der Vorsteuergewinn (Ebt) ging von 13,3 auf zwölf Millionen Pfund zurück. Sondereffekte, darunter Abschreibungen im Zuge der Übernahme von Artisan Components, ausgeklammert, stieg der Profit dagegen von 13,6 auf 19,1 Millionen Pfund (33,5 Millionen Dollar). (mb)