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Ariba macht seinen Controller zum CEO

18.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das US-Unternehmen Ariba hat seine dreimonatige Suche nach einem neuen Chief Executive Officer (CEO) beendet: Das Ruder bei dem B2B-Softwareanbieter übernimmt ab sofort Robert Calderoni. Der 41-jährige Manager behält seinen bisherigen Posten als Finanzchef interimsweise bei, bis ein Nachfolger gefunden ist. Im Juli 2001 hatte der damalige Ariba-CEO Larry Mueller überraschend seinen Chefsessel geräumt, woraufhin Chairman Keith Krach vorrübergehend die Geschäftsführung übernahm.

Gleichzeitig gab Ariba bekannt, dass man im vierten Fiskalquartal, das am 30. September zu Ende ging, mit einem Umsatz von 62 bis 63 Millionen Dollar rechnet. Das sind 2,6 bis 3,6 Millionen Dollar mehr als die gesenkten Prognosen der Analysten. Nach einer Umsatzwarnung von Ariba im vergangenen Juli hatten die Marktexperten ihre Erwartungen auf durchschnittlich 59,4 Millionen Dollar reduziert.

Im abgelaufenen Berichtszeitraum geht der E-Procurement-Experte zudem von außergewöhnlichen Restrukturierungskosten aus, deren Höhe Calderoni jedoch nicht benennen wollte. Das defizitäre Unternehmen hatte im August zusätzliche Entlassungen zu den bereits im Juni angekündigten 700 Stellenstreichungen bekannt gegeben. Weitere Angaben zum erneuten Personalabbau blieb Ariba bislang schuldig. Nähere Details will die Company am 24. Oktober veröffentlichen, wenn sie den endgültigen Bilanzbericht für das vierte Fiskalquartal vorlegt.

Die Anleger reagierten erfreut auf die Umsatzaussichten: Das Ariba-Papier legte am gestrigen Mittwoch um 10,8 Prozent zu und notierte bei 2,77 Dollar. Im nachbörslichen Handel stieg die Aktie auf 2,80 Dollar.