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Applied Materials sieht Trendwende im Chipausrüsterbereich

13.11.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Applied Materials trat in seinem vierten Geschäftsquartal 2002/2003 den Beweis an, dass die Erholung im Halbleitersektor nun auch die Anbieter von Chipfertigungs-Equipment erreicht hat: Das Unternehmen aus Santa Clara, Kalifornien kehrte nach drei Quartalen in die Gewinnzone zurück und übertraf dabei seine eigenen Erwartungen.

Applied Materials schrieb in den Monaten August, September und Oktober nach drei Verlustquartalen wieder einen Nettoprofit von 15,1 Millionen Dollar oder einen Cent je Aktie. Im Vorjahreszeitraum hatte der weltgrößte Hersteller von Chipproduktionsanlagen allerdings einen Überschuss von 147,2 Millionen Dollar oder neun Cent pro Anteil erwirtschaftet.

Abzüglich 113,5 Millionen Dollar Restrukturierungskosten und einer Steuerrückerstattung in Höhe von 33,5 Millionen Euro hätte Applied Materials aktuell ein Plus von 95,5 Millionen Dollar oder sechs Cent je Aktie erzielt. Die Company übertraf damit ihre eigenen Prognose sowie die Durchschnittserwartung der Analysten um mindestens einen Cent je Aktie. Der Umsatz sank im Jahresvergleich um 16 Prozent auf 1,22 Milliarden Dollar. Gegenüber dem vorangegangenen dritten Quartal entspricht dies aber einen Zuwachs um 12 Prozent. Applied hatte nur stagnierende Einnahmen erwartet.

"Wir glauben, dies ist der Wendepunkt für die Chipfertigungsanlagen-Branche", sagte Unternehmenschef Mike Splinter: Die Kunden seien wieder zuversichtlich und bereit, in ihre Chip-Produktion zu investieren. Applied verzeichnete im Berichtszeitraum einen 21-prozentigen Zuwachs der Auftragseingänge auf 1,28 Milliarden Dollar. Im laufenden Quartal werden die Bestellungen um weitere 20 Prozent zulegen, prognostiziert CFO Joseph Bronson. Gleichzeitig soll der Umsatz um weitere fünf bis acht Prozent steigen. (mb)