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Applied Materials ist trotz Gewinneinbruch optimistisch

17.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Applied Materials hat in seinem dritten Geschäftsquartal 2004/05 (Ende: 31. Juli) einen Umsatz- und Gewinneinbruch verbucht. Trotz des weiterhin rückläufigen Auftragseingangs ist der weltgrößte Hersteller von Maschinen zur Chipfertigung jedoch zuversichtlich, die Talsohle bereits durchschritten zu haben. "Wir gehen davon aus, dass die Auslastung bei den Herstellern wieder ansteigt", erklärte Applied-CEO Michael Splinter in einem Interview. Er rechne damit, dass die Chip-Foundries in den kommenden Monaten mit einem weitern Ausbau ihrer Produktionsanlagen beginnen. Daneben erwartet Splinter von DRM- und LCD-Panel-Herstellern weitere Aufträge.

Auf die Ergebnisse im laufenden vierten Fiskalquartal sollen sich die Bestellungen noch nicht niederschlagen. Nachdem die Umsätze im Berichtsquartal wegen der schwachen Nachfrage gegenüber dem Vorjahr um 27 Prozent auf 1,63 Milliarden Dollar gesunken waren, rechnet Finanzchefin Nancy Handel im Schlussquartal bestenfalls mit stagnierenden Einnahmen. Der Gewinn je Aktie wird auf 13 bis 14 Cent geschätzt. Im abgelaufenen Quartal hatte Applied einen Profitrückgang um 16 Prozent von 400 auf 369 Millionen Dollar oder 23 Cent pro Anteil verbucht. Ohne eine Steuerrückzahlung von 132 Millionen Dollar beziehungsweise acht Cent je Aktie wäre der Überschuss noch stärker eingebrochen. (mb)