Application-Management: Der Königsweg?

10.07.2003
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Gerhard Holzwart begann 1990 als Redakteur der COMPUTERWOCHE und leitete dort ab 1996 das Ressort Unternehmen & Märkte.  Ab 2005 verantwortete er den Bereich Kongresse und Fachveranstaltungen der IDG Business Media GmbH und baute „IDG Events“ mit jährlich rund 80 Konferenzen zu einem der führenden Anbieter von ITK-Fachveranstaltungen in Deutschland aus. Seit 2010 ist Gerhard Holzwart geschäftsführender Gesellschafter der h&g Editors GmbH und ist in dieser Funktion als Event Producer, Direktmarketingspezialist und ITK-Fachredakteur tätig.        

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Outsourcing boomt, heißt es landauf, landab, während das IT-Dienstleistungsgeschäft insgesamt lahmt. Dennoch stellen sich immer häufiger kritische Fragen. Viele Infrastruktur- oder Komplett-Outsourcing-Projekte verlaufen für Anwender wie Anbieter enttäuschend. Nun kündigt sich ein neue Facette an. Es geht um die Pflege von Anwendungen.

Eigentlich liegt das Problem, gerade in Zeiten wie diesen, klar auf dem Tisch: Die IT ist Teil der Wertschöpfungskette und unterliegt den gleichen wirtschaftlichen Anforderungen wie andere Unternehmensbereiche. Für die IT-Verantwortlichen kommt es deshalb darauf an, ihre Kosten zu senken, neue Wege der Projektfinanzierung zu finden und sich - so betrachtet - auch völlig neu im Unternehmen zu positionieren. Mehr Leistung für weniger Geld, wie ironische Zeitgenossen es formulieren. Mitunter ist der einzige Ausweg das Outsourcing.

Vom Kompromiss leben: Glaubt man den Marktforschern, lassen sich in den kommenden Jahren nur mit Application-Management zweistellige Wachstumsraten erzielen. Der Übergang zu anderen Facetten des Outsourcings dürfte aber fließend bleiben. Quelle: Lünendonk/TDS

Prominente Beispiele weisen den Weg

Zwei aktuelle Beispiele zeigen, das Unternehmen dabei häufiger als früher mehrgleisig fahren: Die Commerzbank fasst neben der Auslagerung des Rechenzentrums-Betriebs, der Netze sowie Desktop-Services auch die externe Anwendungsentwicklung ins Auge und verhandelt darüber unter anderem mit IBM. Der schweizerisch-schwedische Industriekonzern ABB verhandelt dem Vernehmen nach ebenfalls mit Big Blue über das Outsourcing seiner IT-Infrastruktur, hat aber vor kurzem den Auftrag für die Pflege und Weiterentwicklung seiner Applikationen bereits an die CSC Ploenzke AG vergeben.