Mac-Cloner bleiben außen vor

Apple will Powerbooks nicht lizenzieren

07.03.1997

"Wir haben auf kurze Sicht nicht die Absicht, die Powerbooks zu lizenzieren", erklärte Apple-Chef Gilbert Amelio auf einer Pressekonferenz in Tokio.

Frank Huang, Vorsitzender des Mac-Lizenznehmers Umax, der gerne Powerbook-Clones produzieren würde, glaubt die Gründe für die Verweigerung Apples zu kennen. "Ich verstehe Amelio. Er braucht dringend etwas, womit er Geld verdienen kann." Offiziell begründet Apple seine Politik mit Schwierigkeiten, die sich aus einem Unbundling des auf die Notebooks abgestimmten Betriebssystems Mac-OS ergäben. Wichtiger scheint es für die Kalifornier jedoch zu sein, keine Umsätze an Konkurrenten zu verlieren. Die relativ hohen Gewinnspannen im Notebook-Geschäft seien für die finanziell angeschlagene Company unverzichtbar, glauben Branchenbeobachter.