CL1 soll dem Mac Datenbankanwendungen erschließen:

Apple sucht Anschluß an Mainframes

23.09.1988

MENLO PARK (IDG) - Der Absatz von relationalen Datenbanken für den Macintosh stagniert. Das könnte sich nächstes Jahr ändern, wenn Programme auf den Markt kommen, die dem Mac Zugang zu Minicomputern und Mainframes verschaffen. Dieser Auffassung sind Third-Party-Hersteller von Datenbanken.

Ganz im Gegensatz zu DOS-Anwendern - sie machen einer Marktstudie zufolge ausgiebig von Datenbanken Gebrauch - sind die Apple-Kunden eher zurückhaltend. Sie sitzen mit den Herstellern dieser Programme in einem Boot und sind abhängig von den Zusatzapplikationen der Third-Party-Unternehmen.

Für die "größte Sache" in diesem Zusammenhang hält Richard Wolpert, President des US-Unternehmens After Hours Software, die Entwicklung einer Schnittstelle zu größeren Rechnern im nächsten Jahr. Software-Tools wie die Connectivity-Sprache CL/1, derzeit noch in Gemeinschaftsentwicklung von Apple und Network Innovations, würden den Anstoß für weitere Softwareentwicklungen zur Kopplung von Mac und Mainframe geben. "CL/1 ist sehr wichtig", sagt auch Generation-Four-Chef John Zoltai. Das US Unternehmen entwickelt Applikationen für Datenbankprogramme. "Das Problem ist", so Zoltai weiter, "daß Mikros zwar hervorragend für Dateneingabe und Grafiken geeignet sind, aber nicht die Aufgaben von Großrechnern erfüllen können".

Bisher hat es CL/1, eine Erweiterung der Datenbankabfragesprache SQL, jedoch noch nicht zur Marktreife gebracht. Programmentwickler halten Spekulationen über den Erfolg und die Notwendigkeit der Software deshalb für verfrüht. Apple selbst ist von der Koppelung von Mikro und Großrechner überzeugt.