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Apple stoppt P2P-Erweiterung für iTunes

20.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Apple hat den Entwickler einer Filesharing-Erweiterung für seine Musikverwaltung "iTunes" genötigt, die Software nicht weiter zu verbreiten. James Speth habe mit seinem Plug-in "iCommune" gegen die Lizenzvereinbarung verstoßen, die ihm Zugang zu den iTunes-Entwickler-Tools gewähre, so der Hersteller aus Cupertino, ohne direkt das Wort "Copyright" zu erwähnen. Anwender können mit iTunes ihre Audio-CDs für den Eigengebrauch digitalisieren, um ihre Musik auf ihrem Macintosh-Rechner oder "iPod"-Audioplayer zu hören. Eine Verbreitung der Musikbibliothek an andere Nutzer ist aber aus urheberrechtlichen Gründen natürlich nicht vorgesehen.

Allerdings hatte Apple-Chef Steve Jobs in einer Macworld-Keynote vor einem Jahr bereits vorgeführt, wie man mittels der Netztechnik "Rendezvous" iTunes-Musik von einem entfernten Rechner wiedergeben könnte (ohne die MP3-Songs allerdings physikalisch zu kopieren). Mit der aktuellen Version 3 ist dies allerdings noch nicht möglich; der Erscheinungstermin für ein entsprechend angepasstes Updates ist unbekannt. (tc)