Apple setzt fuer Newton-PDAs weiter auf ARM Power-PC kann sich noch nicht bei Kleinstrechnern etablieren

04.03.1994

SAN MATEO (IDG) - Keine konkreten Plaene hat Apple Computer fuer den Einsatz des Power-PC-Chips in neuen Newton-PDAs. Auch die fuer Maerz angekuendigte neue Generation des Kleinstrechners - Codename "Lindy" - soll mit Hauptprozessoren der englischen CPU-Schmiede Advanced RISC Machines Ltd. (ARM) ausgestattet sein.

Zwar waere es fuer Entwickler einfacher, Macintosh-Applikationen auf Power-PC-Newtons zu portieren, aber der Motorola-Prozessor ist rund doppelt so teuer wie die ARM-CPU, verbraucht deutlich mehr Strom und benoetigt mehr Speicher. Der ARM-Chip 610 kostet momentan unter 20 Dollar, fuer den Power-PC 401 von IBM erwartet man zwischen 30 und 50 Dollar, so dass sich der Preis fuer ein System um mehr als 50 Dollar verteuern wuerde, wie Apples Vice-President Larry Tessler erklaerte. Hinzu komme, dass im Gegensatz zum 610 alle Power-PC-Chips, inklusive der 3,3-Volt-Variante 301, einen hoeheren Stromverbrauch und keine Power-Management-Funktionen aufweisen wie etwa die Moeglichkeit, Teile des Prozessors stillzulegen.

Zukuenftige Newton-PDAs werden mit den ARM-Prozessoren 610, 700 und 710 arbeiten, letzterer soll doppelt so leistungsfaehig sein wie der 610. Power-PC-PDAs werden noch mindestens ein Jahr auf sich warten lassen, bis dahin soll der RISC-Chip aus der Gemeinschaftsentwicklung zwischen Motorola, IBM und Apple in neuen Notebook-Rechnern von Apple eingesetzt werden.