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Apple kündigt den iMac G5 an

31.08.2004
Stellvertretend für den noch rekonvaleszenten CEO Steve Jobs stellte Produkt-Marketing-Chef Phil Schiller in der Keynote zur Eröffnung der europäischen Hausmesse Apple Expo in Paris den neuen Consumer Desktop "iMac G5" vor.

Stellvertretend für den noch rekonvaleszenten CEO Steve Jobs stellte Produkt-Marketing-Chef Phil Schiller in der Keynote zur Eröffnung der europäischen Hausmesse Apple Expo in Paris den neuen Consumer Desktop "iMac G5" vor.

Zuvor allerdings gönnte sich Jobs' langjähriger Bühnenpartner einen ausführlichen Überblick über Apples sonstige Aktivitäten - angefangen mit dem Online-Musikhandel (die bislang drei europäischen iTunes Music Stores verkauften in den ersten zehn Wochen fünf Millionen Songs, der paneuropäische Store in englischer Sprache startet im Oktober) über die Softwarelandschaft für Mac OS X (12.000 Anwendungen sind derzeit verfügbar, auf der Bühne ausführlich demonstriert wurden das kommende Open-GL-Spiel "The Incredibles" auf Basis des gleichnamigen Pixar-Trickfilms, die 3D-Software von Luxology und Apples eigenes "Motion").

Ausführlicher widmete sich Schiller dem für das erste Halbjahr 2005 angekündigten nächsten Major Release von Mac OS X, 10.4 (Codename "Tiger"). Einige von dessen Neuerungen stellte er anhand von Demonstrationen genauer vor, darunter die systemweite Suchtechnik "Spotlight", den neuen Video-Codec "H.264", den in den Browser "Safari" integrierten RSS-Reader (Really Simple Syndication), die per Tastendruck einblendbare Tool-Sammlung "Dashboard", das Skriptierwerkzeug "Automator" oder die neuen Gruppenkonferenzen in "iChat AV".

Eigentlich aber, und das wusste natürlich auch Phil Schiller, waren die 4000 Journalisten und Gäste im Publikum des Pariser Kongresspalasts hautpsächlich wegen des neuen iMac G5 gekommen, den Apple ja vor rund zwei Monaten bereits grundsätzlich angekündigt hatte. Zum Schluss der Eröffnungsrede wurde dieser dann auch erwartungsgemäß enthüllt. Das erneut von Jonathan Ives entworfene Design fügt sich nahtlos in die Linie der jüngeren Apple-Produkte ein.

Auch der neue iMac G5 ist wieder ein All-in-one-Rechner. LC-Display und Computer stecken gemeinsam in einem weißen, fünf Zentimeter dicken Gehäuse, das wiederum auf einem Aluminiumfuß schwebt. Lieferbar sind zwei Bildschirmdiagonalen, 17 Zoll (1440 x 900 Pixel) und 20 Zoll (1680 x 1050 Pixel). Angetrieben wird der iMac von G5-Prozessoren mit 1,6 oder 1,8 Gigahertz Takt, bis zu 2 GB DDR-Speicher (400 MHz) passen in das mit einem auf 600 Megahertz getakteten Frontside-Bus bestückte System, dessen Kühlung drei computergesteuerte Lüfter übernehmen. Weitere Ausstattungsmerkmale sind Serial-ATA-Festplatten, AGP8X-Grafik (Nvidia "Gforce 5200 FX" mit 64 MB Videospeicher) und optionale Unterstützung für Wireless LAN und Bluetooth.

Details zu den Konfigurationen finden Interessierte hier. Erhältlich sind die neuen iMac-Modelle laut Apple ab Mitte September. Sie kosten in Deutschland zwischen 1369 und 1999 Euro. (tc)