Apple Business Manager

Apple konsolidiert die Bereitstellungsprogramme

22.06.2018
Von   


Mark Zimmermann weist mehrere Jahre Erfahrung in den Bereichen Mobile Sicherheit, Mobile Lösungserstellung, Digitalisierung und Wearables auf. Er versteht es diese Themen aus unterschiedlichsten Blickwinkeln für unternehmensspezifische Herausforderungen darzustellen. Hierzu ist er auf nationale Vorträgen und als freier Autor für Fachpublikationen tätig.
Der Apple Business Manager (ABM) führt nicht nur das Volume Purchase Program (VPP) und das Device Enrollment Program (DEP) zusammen, sondern enthält auch einige andere nützliche Funktionen. Ein Überblick.

Durch ABM hat Apple die VPP- und DEP-Portale (deploy.apple.com) in einem Single-Sign-On-Portal mit einer einheitlichen Benutzeroberfläche vereint. Wie zuvor mit DEP können Administratoren mehrere MDM-Serverobjekte erstellen und diesen Geräte zuweisen. Neu ist, dass Sie nun mehrere MDM-Systeme nutzen und einzelne als Standard für bestimmte Gerätetypen definieren können.

Mit dem Apple Business Manager überträgt Apple das Konzept des Apple School Manager - weitgehend - auf Unternehmen.
Mit dem Apple Business Manager überträgt Apple das Konzept des Apple School Manager - weitgehend - auf Unternehmen.
Foto: Apple

Der VPP-Aspekt von ABM ist ebenfalls eine Verbesserung. Navigieren durch gekaufte Apps und Bücher ist einfacher und optisch ansprechender geworden. Neu ist es, zumindest für den Einsatz in Deutschland, dass nun auch Bücher gekauft werden können. In-App-Käufe kann man jedoch immer noch nicht tätigen.

Im Gegensatz zu den alten VPP- und DEP-Portalen ermöglicht ABM den Zugriff durch mehrere Administratoren für eine Organisation. Auch existieren mehrere (vordefinierte) Rollen mit unterschiedlichen Berechtigungsstufen.

Organisationen, die zuvor Apple-ID-Anmeldedaten für den Zugriff auf VPP- und DEP-Portale genutzt haben, können (beziehungsweise müssen) dies nicht mehr tun. Hierfür hat Apple die "verwalteten Apple-IDs" auch im Unternehmensumfeld eingeführt.

Im Gegensatz zu den alten VPP- und DEP-Portalen ermöglicht ABM den Zugriff durch mehrere Administratoren für eine Organisation. Auch existieren mehrere (vordefinierte) Rollen mit unterschiedlichen Berechtigungsstufen.
Im Gegensatz zu den alten VPP- und DEP-Portalen ermöglicht ABM den Zugriff durch mehrere Administratoren für eine Organisation. Auch existieren mehrere (vordefinierte) Rollen mit unterschiedlichen Berechtigungsstufen.
Foto: Mark Zimmermann

Verwaltete Apple IDs

Verwaltete Apple-IDs wurden initial mit dem Apple School Manager, der speziell für den Bildungsbereich entwickelt wurde, eingeführt. Eine verwaltete Apple-ID im Umfeld von ABM ist eine Apple-ID, die einer Organisation gehört. Diese kann bestimmten Mitarbeitern bestimmte Berechtigungen im ABM erteilen. Die Nutzung dieser Apple IDs in der Geschäftswelt ist derzeit jedoch (etwas) eingeschränkt. So sind einige Apple-Dienste und -Funktionen für verwaltete Apple-IDs deaktiviert, wie beispielsweise:

  • App Store (erlaubt das Surfen, aber nicht das Einkaufen)

  • iTunes Store (erlaubt das Surfen, aber nicht das Einkaufen)

  • iBooks Store (erlaubt das Surfen, aber nicht das Einkaufen)

  • iCloud-Schlüsselbund

  • HomeKit-verbundene Geräte

  • iCloud-MailFinde mein iPhone/Finde meinen Mac/Finde meine Freunde

  • iCloud-Familienfreigabe

  • Nachrichten (kann jedoch für Benutzer in Apple Business Manager aktiviert werden)

  • FaceTime (kann jedoch für Benutzer in Apple Business Manager aktiviert werden)

Innerhalb von ABM können Administratoren Domain-Namen registrieren, für die sich dann verwaltete Apple IDs generieren lassen.

Migration

Die Migration bestehender DEP- und VPP-Konten auf ABM läuft relativ schmerzfrei ab. Nachdem sich ein Anwender mit einer bestehenden DEP-Apple-ID auf business.apple.com erfolgreich angemeldet hat, muss er lediglich einigen Bedingungen zustimmen und die Unternehmensdomäne registrieren. Insgesamt dauert die komplette Migration weniger als 5 Minuten. (mb)