Künstliche Intelligenz

Apple kauft Start-up Xnor.ai

17.01.2020
Von 


Simon Lohmann ist Volontär bei der IDG Business Media GmbH. Im September 2017 beendete er sein Studium „Medienkommunikation & Journalismus“ an der FHM in Hannover, seit 2015 ist er freier Journalist bei der Macwelt.
Mit dieser Technologie werden die Berechnung für KI-Anwendungen in der Cloud obsolet. Stattdessen könnten in Zukunft Anwendungen dies direkt auf Apple-Geräten ausführen. Mit der Technologie von Xnor.ai könnte Apple seinen Sprachassistenten "Siri" weiter verbessern.

Apple hat einem Bericht von MacRumors zufolge das Start-up Xnor.ai aus Seattle gekauft. Das Unternehmen hat sich auf künstliche Intelligenz auf diversen Geräten spezialisiert. Apple hat bereits die Übernahme bestätigt: "Apple kauft von Zeit zu Zeit kleinere Technologieunternehmen und wir diskutieren im Allgemeinen nicht über unsere Absichten oder Pläne." Laut dem Bericht soll Apple aber rund 200 Millionen Dollar für Xnor.ai bezahlt haben.

Das AI-Unternehmen Xnor.ai gehört nun Apple
Das AI-Unternehmen Xnor.ai gehört nun Apple
Foto: Shutterstock / Sarah Holmlund

Mit der Technologie von Xnor.ai können Unternehmen Deep-Learning-Algorithmen lokal auf Geräten wie Smartphones oder Wearables ausführen, anstatt diese Berechnungen wie bisher in der Cloud durchführen zu müssen. Xnor.ai erklärt in einem Video, dass es vollständigen Schutz der Daten bei gleichzeitiger Reduzierung der Speicherlast und des Energiebedarfs garantiert.

In der Vergangenheit hat Apple immer wieder bewiesen, dass die Privatsphäre der Nutzer für das Unternehmen oberste Priorität hat. Für diesen Zweck hat Apple immer wieder Unternehmen und Start-ups aufgekauft. Daher ist die Übernahme eines solchen Start-ups mit derartiger Technologie nicht gerade überraschend.

Die Technologie von Xnor.ai könnte möglicherweise in zukünftige iPhones integriert werden: Siri und andere auf KI und maschinellem Lernen basierende Aufgaben, die auf dem iPhone, iPad oder Mac ausgeführt werden, könnten damit noch weiter verbessert werden. (Macwelt)