Apple Maps

Apple-Kameraautos kommen nach Deutschland

24.07.2019
Von Kris Wallburg
Apple Maps soll besser werden. Das hatte Apple auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz WWDC verkündet. Dafür schickt Apple Flotten von Kameraautos auf die Straßen. Ab nächsten Montag soll es in Deutschland losgehen.

Apples Navigations-App „Apple Maps" ist die meistbenutzte Karten-App auf iOS-Geräten. Das verkündete Tim Cook auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz WWDC. Für Apple ein Erfolg, konnte man doch den Platzhirschen Google Maps verdrängen.

Um diesen Trend beizubehalten, soll Apple Maps noch weiter verbessert werden. Unter anderem soll die Funktion „Look Around" eingeführt werden, die es ermöglicht in einer 360°-Ansicht durch die Straßen zu scrollen - ähnlich Google Street View.

Apple Maps soll besser werden
Apple Maps soll besser werden

Um das zu ermöglichen sowie die Qualität und Aktualität des Kartenmaterials zu verbessern, schickt Apple Flotten an Kameraautos durch zahlreiche Länder. Diese Autos sind mit 360°-Kameras, Laser-Radaren und GPS ausgestattet. Die Laser-Radare tasten die Umgebung in 3D ab, was eine bessere Darstellung in „Look Around" ermöglichen soll. Dank der GPS-Daten-Erfassung können Straßen und Orte dem exakten Standort zugeordnet werden.

Vor dem Start der Deutschland-Erfassung am Montag war Apple mit dem bayerischen Datenschutzbeauftragten in Kontakt. Denn die erfassten Daten werden auf Apple-Servern in den USA verarbeitet. Eine speziell trainierte Software bearbeitet automatisch das Material und macht Gesichter und Nummernschilder unkenntlich. Die Software kommt dabei laut Apples Angaben auf eine Trefferquote von beinahe 100 Prozent. Sollten Sie Bildmaterial von sich oder ihrem Haus löschen wollen, können Sie diese Löschung bei Apple beantragen.

Apple schickt 80 Fahrzeuge nach Deutschland. Auf der Apple-Website können Sie nachlesen, welche Gegenden Deutschlands im Zeitraum Juli-September erfasst werden sollen. Zuvor waren die Fahrzeuge bereits in anderen europäischen Ländern unterwegs, unter anderem in Großbritannien, Frankreich, Spanien und Kroatien. (Macwelt)