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Apple: Ein Blick hinter die Zahlenkulissen

14.07.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Apples Geschäft läuft derzeit richtig rund, wie ein gründlicherer Blick in die aktuelle Quartalsbilanz verrät. Die wesentlichen Eckdaten hatten wir bereits gestern Abend gemeldet (siehe "Apple meldet bestes Quartal der Firmengeschichte"), interessant wäre vielleicht noch der operative Gewinn, den der Hersteller aus Cupertino von 72 Millionen Dollar im Vorjahresquartal auf aktuell 427 Millionen Dollar schraubte.

Apple verfügt derzeit über 3,1 Milliarden Dolar Bares und Äquivalente sowie gut 4,4 Milliarden Dollar in kurzfristigen Investitionen; Ende September 2004 waren es erst knapp drei sowie 2,5 Milliarden Dollar gewesen.

Von den 1,182 Millionen verkauften Macs im gerade abgeschlossenen Quartal waren 687.000 Desktop-Modell (iMac, eMac, Power Mac G5 sowie der Rackmount-Server Xserve) und 495.000 Laptops (iBook, PowerBook. Damit nahm Apple 845 und 720 Millionen Dollar ein, macht zusammen 1,565 Milliarden Dollar. Das ist immer noch mehr als mit iPods (1,103 Milliarden Dollar) und "anderen Musikprodukten" (241 Millionen Dollar), hinter denen sich die iTunes-Music-Store-Verkäufe und Apple-eigenes iPod-Zubehör verbergen.

Regional betrachtet steuerten die USA mit 1,739 Milliarden Dollar den größten Anteil zum Gesamtumsatz von 3,52 Milliarden Dollar bei. In den Staaten erzielte Apple auch das im Jahresvergleich höchste Wachstum von 21 Prozent. Europa lieferte Einnahmen von 742 Millionen Dollar ab, fünf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Schwachstelle ist derzeit der japanische Markt, in dem Apple mit 227 Millionen Dollar 20 Prozent weniger erlöste als im Vorjahresquartal. Einen leichten Rückgang gab es auch im Segment "Retail", sprich den Applestore-Ladengeschäften. Hier ging der Umsatz um drei Prozent auf 555 Millionen Dollar zurück.

Finanzchef Peter Oppenheimer begründete im Conference Call zu den Ergebnissen die eher vorsichtige Prognose für das laufende Quartal unter anderem damit, dass dies das erste volle Vierteljahr seit Ankündigung des Umstiegs auf Intel-Prozessoren (siehe "Apple gibt IBM den Laufpass") - da sei es "umsichtig", eher stagnierende Einnahmen anzusetzen, da man noch nicht recht einschätzen könne, wie sich der Strategiewechsel auf die Rechnerverkäufe auswirke. Apple gehe wie angekündigt davon aus, nächstes Jahr um die gleiche Zeit erste Macs mit Intel-Prozessoren auf dem Markt zu haben, ergänzte er später - mehr gebe es dazu aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu sagen. (tc)