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Apple beschleunigt seine Server

04.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Apple hat eine verbesserte Version seines 1U hohen Rackmount-Servers "Xserve" vorgestellt. Dessen zwei 64-bittige G5-Prozessoren takten nun mit 2,3 Gigahertz und sind mit einem 1,15 Gigahertz schnellen Frontside-Bus versehen. Dieser liefert pro CPU bis zu 9,2 Gigabyte pro Sekunde Durchsatz und ermöglicht ingesamt eine Rechenleistung von bis zu 35 Gigaflops pro System. Jeder Xserve kann bis zu drei 400-GB-Festplatten (hot pluggable) oder insgesamt 1,2 GB Massenspeicher aufnehmen - mit PCI-RAID-Karte ergibt das 800 GB Kapazität bei RAID 5..

Der Hauptspeicher des Xserve lässt sich auf bis zu 8 GB (400 Megahertz DDR) ausbauen. Für Erweiterungen stehen zwei 64-Bit-PCI-X-Steckplätze (133 Megahertz) in voller Baulänge zur Verfügung. Erhältlich ist der Apple-Server (wie gehabt) ab 3119 Euro. Das Betriebssystem Mac OS X Server für unbegrenzt viele Mac-, Windows- und Linux-Clients sowie Management-Software gehören zum Lieferumfang.

Drei Xserve-Konfigurationen sind standardmäßig zu haben. Für die erwähnten 3119 erhält der Kunde ein System mit einem Prozessor, 1 GB Hauptspeicher (PC3200 ECC), einer 80-GB-Festplatte, zwei Gigabit-Ethernet-Anschlüssen (on board), Firewire 800 und USB 2.0 sowie einem DVD-ROM/CD-RW-Combo-Laufwerk. Die gleiche Maschine mit zwei Prozessoren kostet 4149 Euro.

Speziell für Cluster-Konfigurationen konzipiert ist der "Cluster Node" mit zwei Prozessoren, aber nur 512 MB Arbeitsspeicher und einer Mac-OS-Server-Lizenz für zehn Clients. Dieser kostet wie der Uniprozessor 3119 Euro. Er bildet beispielsweise die Basis des aktualisierten Supercomputers "System X" an der US-Uni Virginia Tech. Dieser erreicht nach Angaben des Projektverantwortlichen Srinidhi Varadarajan mit 1100 Xserves inzwischen über 12,25 Teraflops Rechenleistung, eine Steigerung von rund 20 Prozent gegenüber dem ursprünglichen System.

Außerdem ist nun endlich "Xsan" lieferbar, Apples eigenes SAN-Dateisystem. Dieses kostet pro Client und Server 969 Euro. Apple positioniert es für skalierbaren und schnellen Zugang zu zentral abgelegten Daten in Einsatzbereichen wie Video-Workflow, Speicherplatzkonsolidierung, Rechenzentrum oder Broadcast-Umgebungen. Das zu ADICs "StorNext" kompatible Cluster-Filesystem ist für die Verwendung mit Apples Xserve RAID ausgelegt und unterstützt den Zugriff auf Daten von mehreren Rechnern mit Schreib/Leserechten auf Dateiebene über Fibre Channel. Dazu unterstützt es Switches von unter anderem Brocade, Qlogic und Emulex.

Nach Angaben des deutschen Apple-Pressesprechers Georg Albrecht hat der Hersteller aus Cupertino außerdem praktisch alle Hardwarepreise hierzulande währungsbedingt gesenkt. Spezielle Informationen dazu werden nicht veröffentlicht, die neuen Preise kann man im Apple Store erfahren. Zwei Beispiele: Sowohl das kleinste "iBook" als auch das 20-zöllige "Cinema Display" kosten nun weniger als 1000 Euro. Die "iPod"-Familie bleibt allerdings so teuer wie zuvor. (tc)