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Apache-Leitung segnet quelloffenen Application-Server ab

03.06.2004

Große Software-Entwicklungsprojekte auf Open-Source-Basis haben den Vorteil, Teile und Module anderer quelloffener Programme integrieren zu können. Das reduziert den Zeitaufwand, wie das Open-Source-Projekt "Geronimo" zeigt. Es besteht erst seit August letzten Jahres. Doch schon jetzt hat die Apache Software Foundation (ASF), unter deren Dach das Vorhaben läuft, dem Geronimo-Code eines quelloffenen Java-Application-Server ihren Segen gegeben. Die Geronimo-Gruppe hat sich kräftig bei anderen Open-Source-Programmen bedient und deren Sourcecode-Module zu einer Applikation vereint: Der Code entspringt in Teilen "Tomcat" und "Axis" von der ASF, "OpenEJB" und "ActiveMQ" von Codehaus, "JOTM" und "ASM" von Objectweb, "CGLIB" und "MX4J" von Sourceforge sowie "Jetty" von Mortbay.

Einige dieser Basiskomponenten sind vor allem deshalb in Geronimo enthalten, damit bestehende Java-Anwendungen auf dem Application-Server laufen können, erklärt Geir Magnusson, ASF-Mitglied und Geronimo-Entwickler. Insbesondere Komponenten aus anderen Open-Source-Java-Projekten sollen sich leicht integrieren lassen. Der Geronimo-Code geht jetzt in die Testphase für die Zertifizierung nach J2EE 1.4. Magnusson: "Wir hoffen, im August zertifiziert zu sein."

Geronimo versteht sich als Alternative zu den Application-Servern "Jboss" vom gleichnamigen Venture-Capital-gestützten Unternehmen und "Weblogic" von Bea. Das ASF-Projekt möchte den hohen Preisen und der Komplexität kommerzieller Application-Server etwas entgegensetzen. (ls)