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AOL will mit Instant-Messaging mehr Geld verdienen

22.11.2005
Der Online-Dienst koppelt den "AOL Instant Messenger" mit eigenen Web-Diensten. Auf diese Weise will das Unternehmen mehr Geld mit Werbung verdienen.

Der Online-Dienst America Online (AOL) betreibt das größte Instant-Messaging-System, konnte bisher aber nicht so recht daran verdienen. Nun soll der AIM-Client dafür sorgen, dass Teilnehmer stärker als bisher die Web-Seiten des Anbieters besuchen und somit die Werbeeinnahmen steigern. AOL will auf diese Weise mehr Umsatz auch mit solchen Nutzern von AOL Instant Messaging (AIM) erzielen, die nicht gleichzeitig Kunden des Internet-Service-Providers sind. Über AIM werden zum Beispiel Angebote wie die Musik-Site "AOL Music" beworben. Die Werbung nimmt zuweilen bizarre Züge an: Beispielsweise fügt AOL in die Gesprächspartnerliste ("Buddy List") Verknüpfungen zu Film und Shopping-Sites ein (siehe auch AOL manipuliert Buddy-Lists mit Werbebotschaften).

Der neue IM-Client "AIM Triton" - er soll nach Beendigung der Betaphase am heutigen Dienstag freigegeben werden - beherrscht Internet-Telefonie, verfügt über ein Adressbuch und hat eine modernere Oberfläche erhalten. Das bei Konsumenten beliebte Chat-Werkzeug wird vor allem in den USA auch am Arbeitsplatz verwendet.

Doch schon lange ist AOL in diesem Metier nicht mehr allein: Yahoo, Microsoft und neuerdings auch Google bieten ebenfalls Instant-Messaging-Systeme an. (fn)