Web

 

AOL Instant Messenger mit Napster-Anhang

10.08.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ähnlich dem MP3-Musik-Service Napster ist gestern unter der Adresse "www.aimster.com" eine neue Internet-Tauschbörse an den Start gegangen. Für den Datenaustausch bedient sich der Service der Buddy-Listen des AOL Instant Messengers. Das soll gewährleisten, dass der Tausch von Musiktiteln ausschließlich unter autorisierten Benutzern stattfindet, die sich untereinander kennen. Um die Verbindung zwischen den einzelnen Teilnehmern herzustellen greift die Download-Software auf Gnutellas Open-Source-Technologie zurück. "Wir versuchen mit dem Dienst auf die starke Kritik zu reagieren, die bisher solchen Tauschprogrammen entgegengebracht wurde. Wenn Menschen über das Internet Daten austauschen, wollen sie in der Regel auch etwas Privatsphäre", so John Deep, ein Sprecher der Softwareentwickler.

Auch der Popstar Prince hat sich mittlerweile in die anhaltende Diskussion um Musik-Tauschbörsen im Internet eingeschaltet. Im Rahmen dessen hat der Musiker Dienste wie Napster gegenüber Kritikern verteidigt und außerdem der Plattenindustrie vorgeworfen, die Künstler auszubeuten. "Von Seiten der Musikfans kann das Ganze nur als eine aufregende neue Entwicklung in der Musikgeschichte gesehen werden, und die Industrie kann nichts tun um diese aufzuhalten", so Prince.