Für Android 6.0 oder höher

Android bekommt Covid-19-Tracking-Update via Google Play

14.04.2020
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Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Google wird das Covid-19-Tracking-Update für Android-Smartphones via Google Play ausliefern. Auch für Huawei-Kunden ohne Google Play soll es eine Lösung geben.

Google hat laut The Verge mitgeteilt, dass es das Covid-19-Tracking-Update für Android-Geräte über die Updatefunktion von Google Play ausliefern werde. Diese Tracking-Funktion sollen Android-Smartphones erhalten, die Android 6.0 Marshmallow oder höher installiert haben. Damit will Google sicher stellen, dass möglichst viele Android-Smartphones die neue Trackingfunktion erhalten.

Android bekommt Covid-19-Tracking-Update via Google Play
Android bekommt Covid-19-Tracking-Update via Google Play
Foto: BLACKDAY - shutterstock.com

Die Alternative zu der Auslieferung über Google Play wäre gewesen, das Covid-19-Update im Rahmen eines kompletten Android-Betriebssystem-Updates auszuliefern. Doch das hätte eine verzögerte Auslieferung bedeutet, weil in diesem Fall die Provider und Smartphone-Hersteller das Android-Update erst für ihre Geräte anpassen und ausliefern müssten. Über Google Play dagegen kann Google allein die Bereitstellung der neuen Funktion steuern.

Das Update besteht aus zwei Phasen: Dem ersten „API Rollout“, das bereits im Mai 2020 erfolgen soll. Und einem zweiten Durchgang, bei dem die APIs dann in das Betriebssystem integriert werden. Diese zweite Phase soll in den nächsten Monaten kommen.

Android-Smartphones ohne Google Play, beispielsweise einige neuere Geräte von Huawei, können die Covid-19-Tracking-Funktion auf diesem Weg natürlich nicht erhalten. Google will für diese Geräte deshalb ein Framework veröffentlichen, mit dem die betroffenen Hersteller die Tracking-Funktion für ihre Smartphones nachbauen können.

Google und Apple hatten am Osterwochenende mitgeteilt, dass sie gemeinsam Technologien zur Covid-19-Kontaktverfolgung auf der Basis von Bluetooth entwickeln wollen. Details dazu lesen Sie in dieser Meldung. (PC-Welt)