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Analysten: Flexible Software-Architekturen sind im Kommen

21.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Service-orientierte Softwarearchitektur ist ein bereits lange bekanntes Konzept, das sich bislang jedoch kaum in die Praxis umsetzen ließ. Web-Services könnten dem Konzept nun zum Durchbruch verhelfen, glauben Marktforscher. Das auf XML-Dienste spezialisierte Beratungsunternehmen ZapThink geht davon aus, dass sich entsprechende Architekturen bis 2006 als Standard für die IT-Infrastruktur in Unternehmen etablieren, Gartner erwartet den Mainstream-Gebrauch noch in diesem Jahr.

Der Begriff Service-orientierte Architektur bezeichnet eine Methode zur Entwicklung einer plattformunabhängigen Infrastruktur für Unternehmensanwendungen. Darin fungieren Anwendungen als Dienste, auf die andere Applikationen oder Nutzer direkt zugreifen können. Dadurch unterscheidet sich das Konzept beispielsweise von EAI (Enterprise Application Integration), wo eine Ebene zwischengeschaltet ist, an die einzelne Applikationen angedockt werden. Von Service-orientierter Architektur profitieren vor allem Unternehmen, in denen Mitarbeiten von verschiedenen Standorten aus an einem Projekt arbeiten, sagte Gartner-Analyst Roy Schulte. Bis 2010 werde der Markt für entsprechende Infrastruktursoftware mit jährlichen Wachstumsraten von sieben Prozent auf 98 Milliarden Dollar anwachsen, prophezeit ZapThink. (lex)