Red Hat vor Caldera

Analysten empfehlen Linux nur bedingt

16.04.1999
MÜNCHEN (CW) - In vielen Funktionsbereichen kann Linux nicht mit kommerziellen Unix-Derivaten oder Windows NT mithalten.

Zu diesem Ergebnis kommen die Analysten von D.H. Brown Associates bei einer vergleichenden Bewertung der Betriebssysteme. Dennoch haben die Marktforscher die Distributionen von Caldera und Red Hat in ihre alljährliche OS-Studie aufgenommen, da sich die Produkte hervorragend für bestimmte Einsatzgebiete eignen. Dazu gehören File-, Print- und Web-Server, Wissenschaftsrechner, die überwiegend für mathematische Kalkulationen verwendet werden, sowie Thin-Client-Computer.

Was die Experten an Linux in erster Linie vermissen, sind typische Features für das Enterprise-Computing, so etwa Hochverfügbarkeits- und Failover-Funktionen oder eine ausreichende Unterstützung von Mehrprozessor-Systemen. Auch die Größe von Dateien und Arbeitsspeicher bleibe hinter der von NT und kommerziellem Unix zurück.

Ein Vergleich der beiden Open-Source-Distributionen fällt gegen Caldera und zugunsten von Red Hat aus, das D.H. Brown zufolge über bessere Internet- und System-Management-Funktionen verfügt und auch bei den Services wie Netzwerksicherheit und Verzeichnisdiensten die Nase vorne hat.