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Ampex will den Verkauf von Sony-Produkten in den USA stoppen

16.08.2004

Die ITC (International Trade Commission) untersucht Vorwürfe des Speicherherstellers Ampex, Sony verwende in einigen Digitalkameras und PDAs (Personal Digital Assistants) mit Kamerafunktionen ohne Genehmigung patentrechtlich geschützte Technologien. Ampex hat die Beschwerde am 12. Juli dieses Jahres eingereicht und den sofortigen Import- und Verkaufsstop der betroffenen Produkte in den USA beantragt.

Darüber hinaus hat Ampex Klage vor dem Bezirksgericht im District of Delaware eingereicht, die Schadensersatzforderungen in noch nicht bezifferter Höhe vorsieht. Sony wollte zu den Vorwürfen bislang nicht Stellung nehmen. Man warte auf ein offizielles Schreiben, sagte Unternehmenssprecherin Aki Shimazu. Über das fragliche Patent verhandle Sony jedoch bereits seit einigen Jahren mit Ampex.

Es gebe mit verschiedenen Herstellern Lizenzverhandlungen, heißt es bei Ampex. Das Patent betreffe neben Digitalkameras auch digitale Video- und DVD-Rekorder. Seien die Unternehmen ebenfalls nicht zu einer Einigung bereit, werde auch gegen sie Klage erhoben. Dass es Ampex ernst mit solchen Ankündigungen meint, hat sich bereits im Mai dieses Jahres erwiesen. Damals verklagte der Patentinhaber den Elektronikhersteller Sanyo. Man sei nun jedoch dabei, sich außergerichtlich auf einen Lizenzvertrag zu einigen.

Laut IDC hält der nun ins Visier genommene Anbieter Sony 18,4 Prozent Marktanteil bei Digitalkameras und ist damit Marktführer. Demnach lieferte der Hersteller im vergangenen Jahr 8,8 Millionen Consumer-Kameras aus. Davon gingen 3,6 Millionen Geräte an US-Käufer, womit Sony in den USA einen Anteil von 21,7 Prozent am Digicam-Markt hält. (lex)